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Kurparkstreit: Matthias Goeken will, dass alle Akteure an einem Strang ziehen

„Gemeinsam gewinnen oder verlieren“

Bad Driburg

CDU-Landtagsabgeordneter Matthias Goeken hat im Kurparkstreit alle Akteure dazu aufgerufen, an einem Strang zu ziehen.

Marius Thöne

Die Bauzäune am Kurpark stehen noch, allerdings sind jetzt wieder mehr Eingänge geöffnet. Foto: Frank Spiegel

„Die Verhandlungen sind auf einem guten Weg, allerdings ist der Knoten noch nicht durchschlagen“, machte Goeken im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT deutlich. Vor allem in der Frage der Höhe der Dienstleistungsentschädigung sei man noch nicht weiter gekommen. Die Stadt will maximal 1,55 Millionen Euro pro Jahr zahlen, der Graf fordert 1,86.

Dass Graf Marcus von Oeynhausen-Sierstorpff die Zugänge zum Park wieder geöffnet und die Beleuchtung wieder in Betrieb genommen habe, sei ein wichtiges Signal der Entspannung. Goeken machte aber zugleich deutlich, dass der Gräfliche Park in seiner Heimatstadt nicht zu ersetzen sei und spielte damit auf die mögliche Schaffung eines städtischen Kurparkes auf dem Gelände der Eggelandklinik an. Diese Pläne hatte Bürgermeister Burkhard Deppe bereits vor zwei Jahren ins Spiel gebracht, und von politischer Seite waren Töne in diese Richtung in den vergangenen Wochen wieder lauter geworden. „

Es müssen alle wissen, dass sie nur zusammen gewinnen oder zusammen verlieren können“, sagte Goeken. Auch die Kliniken müssten wissen, dass der Kurpark etwas wert sei. Zuletzt war bekannt geworden, dass es eine Rehaklinik gibt, die die Kureinrichtungsunfähigkeit ihrer Patienten sehr großzügig auslegt und die Kurtaxe von ihren Patienten nur in geringem Maß erhebt. Die Stadt Bad Driburg will erreichen, dass Kliniken künftig zwischen 67 und 80 Prozent des vollen Kurbeitrags entrichten. So sollen die Einnahmen von 1,1 auf 1,4 Millionen Euro jährlich steigen.

Die Tage, an denen der Park deutlich eingeschränkt geöffnet war, haben auch vielen Bad Driburgern vor Augen geführt, wie groß der Verlust sein kann. „

Alle haben gezeigt, wie es ist, wenn der Tunnel zu ist, jetzt muss es am Verhandlungstisch weitergehen“, sagte der Bäckermeister. „In Gesprächen habe ich erfahren, dass die Bad Driburger auch bereit sind, finanziell für ihren Park einzustehen“, sagte Matthias Goeken und erinnerte an das Angebot einiger namhafter Gastronomen, die auch eine Grundsteuererhöhung zu Gunsten des Gräflichen Parks ins Gespräch gebracht hatten.

Allerdings widersprach der Landtagsabgeordnete dem Vorschlag, dass statt des Kurparks die Therme geschlossen werden sollte. „Bad Driburg funktioniert nur mit Therme, Kurpark und Golfplatz zusammen“, sagte er.

Matthias Goeken forderte, dass die Wegerechte zwischen Stadt, Graf und Klinik dauerhaft und rechtssicher geklärt werden müssen. „Wie unter fremden Dritten.“

Im Zuge des Kurparkstreits hatte es auch Ärger mit der Knappschaftsklinik gegeben, die Marcus Graf von Oeyhausen-Sierstorpff komplett einzäunen ließ, weil die Zufahrt nicht über öffentliche Straßen, sondern wenige Meter über seinen Grund führte.

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