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Caspar-Heinrich-Quelle hat sich geologisch stark verändert

Heilwasser aus Bad Driburg wird nicht mehr verkauft

Bad Driburg

Das „Caspar-Heinrich-Heilwasser“ wird ab sofort nicht mehr verkauft. Dies haben die Bad Driburger Naturparkquellen am Mittwochabend mitgeteilt.

Bearbeitet von Reinhold Budde

Der Vertrieb von „Caspar-Heinrich-Heilwasser“ der Bad Driburger Naturparkquellen ist eingestellt worden. Foto: UGOS

„Die geologische Beschaffenheit der Caspar-Heinrich-Quelle hat sich in einem Umfang verändert, die der geforderten Mineralisierung für ein Heilwasser und deren Indikationen nicht mehr vollständig entsprechen. Trotz umfangreicher Bemühungen für die Aufrechterhaltung des Produktes, müssen wir den natürlichen Entwicklungen einer Quelle leider nachgeben“, erklärt Thomas Dörpinghaus, Geschäftsführer der Bad Driburger Naturparkquellen, in einer Pressemitteilung.

„Da es sich – anders als bei Mineralwässern – bei einem Heilwasser um ein medizinisches Produkt (Arzneimittel) handelt, sieht der Gesetzgeber hierfür leider keine Übergangsfrist vor, so dass in Abstimmung mit der zuständigen Behörde eine umgehende Einstellung unumgänglich war“, so Dörpinghaus weiter.

Ein zusätzlicher Aspekt für die Sortimentsanpassung sei zudem die seit Jahren deutlich rückläufige Nachfrage nach Heilwasser. Das bekannte Mineralwasserangebot der Bad Driburger Naturparkquellen bleibt jedoch unberührt.

Mineralwasser ist das beliebteste Getränk

Mineralwasser gilt als das absatzstärkste Getränkesegment in Deutschland. Laut dem Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM), lag 2021 rein rechnerisch der Pro-Kopfverbrauch bei 122,7 Litern, dazu kommen beinahe 35 Liter Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke mit einem hohen Mineralwasseranteil.

Mineralwasser mit wenig Kohlensäure („Medium“) ist dabei die beliebteste Mineralwasser-Sorte.

Menschen trinken in Deutschland durchschnittlich 1,5 Liter

Das Sortiment der Bad Driburger Naturparkquellen umfasst vier Bad Driburger Mineralwassersorten, ein Angebot für die Gastronomie sowie zahlreiche Erfrischungsgetränke. „Die Menschen in Deutschland decken ihren Flüssigkeitsbedarf mit einer Trinkmenge von etwa 1,5 Litern pro Tag inzwischen zu einem Drittel mit natürlichem Mineralwasser“, teilt Michael Hielscher, Betriebsleiter der Bad Driburger Naturparkquellen.

Um den Wert des Mineralwassers zu vermitteln, haben der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (BV GFGH), der Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels (VDGE) und der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) eine Kampagne „Pro Mineralwasser“ initiiert, an der auch die Bad Driburger Naturparkquellen als einer von rund 200 Mineralbrunnen in Deutschland teilnehmen.

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