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Manuel Hahn möchte zum Eurovision Song Contest – Video kommt im Internet gut an

Istruper will in Wien singen

Istrup/Wien (WB). Ein Istruper möchte Conchita Wurst beerben und auf den Spuren von Nicole und Lena Meyer-Landrut wandeln: Manuel Hahn kämpft um ein Ticket zum Eurovision Song Contest in Wien.

Frank Spiegel

Manuel Hahn möchte am Eurovision Song Contest teilnehmen. Das Video seines Songs »Pictures« erfährt im Internet viel Zustimmung. Aber auch für den Fall, dass das nicht gelingt, hat der 28-Jährige viele Pläne.

Per Wildcard möchte Manuel Hahn unter seinem Künstlernamen Manyou es bis zur Show »Eurovision Song Contest 2015 – Unser Song für Österreich« schaffen und dort ausgewählt werden.

Bis dahin gilt es aber noch zwei Hürden zu nehmen: Der Istruper muss unter die ersten Zehn kommen, die sich per Youtube-Video um die Wildcard beworben haben. Die besten Bewerberinnen und Bewerber bekommen die Chance, am 19. Februar bei einem Clubkonzert in der Großen Freiheit 36 in Hamburg aufzutreten. Dieses wird live im Fernsehen und Internet übertragen. Wen das TV-Publikum zum Favoriten kürt, ist beim deutschen Vorentscheid dabei.

»Einer meiner Facebook-Fans hat mir das Bewerbungsformular auf die Seite gepostet. Ich wollte ihn natürlich nicht enttäuschen und es wenigstens probieren«, berichtet Manuel Hahn, wie er auf die Idee gekommen ist.

Dass das Video unter den vielen Einsendungen gleich zu den beliebtesten zähle, habe er nie erwartet.

Lob in Kommentaren

»Toller Song, tolles Video! Ab zum ESC« und »Germany.... twelve points!« heißt es unter anderem in den Kommentaren.

Am Montag hat ihn die Eurovision-Fanblog-Seite www.escfans.de vorgestellt.

Manuel Hahn glaubt schon, dass er in die bunte Mischung deutscher Eurovisions-Beiträge von Künstlern wie Nicole, Lena Meier-Landrut, Stefan Raab und Guildo Horn passt: »Ich glaube ich habe von jedem etwas: die Gitarre von Nicole, das lose Mundwerk von Lena, den Witz von Raab und die Haarkur von Guildo.«

Er möchte, dass sein Song und seine Stimme im Vordergrund stehen. Der Istruper: »Ich brauche keine kuchenbackenden Hausfrauen, leuchtende LEDs an der Gitarre oder eine Panda-Maske. All das lenkt doch von der ursprünglichen Idee – der ehrlichen, handgemachten Musik – ab.«

Dass Außenseiter über die Wildcard eine Chance zur Teilnahme am Song Contest haben, hat in diesem Jahr die Band Elaiza gezeigt. Für Manuel Hahn gibt es in der Musik aber keine Außenseiter: »Es kommt darauf an, wie viele Leute sich in einem Song und den Gefühlen wiederfinden. Emotionen, wie sie für mich nur die Musik erschafft, kennen keinen Bekanntheitsgrad.«

»Pictures« ist nur der Bewerbungssong

Sollte er es bis Wien schaffen, wird er dort nicht mit »Pictures« auftreten, das sei nur der Bewerbungssong.

»Ich habe mich in der letzten Woche für sechs Tage an einem kleinen See in Berlin niedergelassen und habe an einem neuen Song getüftelt, den ich noch in dieser Woche im Studio aufnehme«, verrät er.

Bei all seinen Aktivitäten freut er sich über die Unterstützung, besonders auch aus seiner Heimat. Aber auch auf den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter sei die Unterstützung enorm.

Von der Musik leben kann der Istruper noch nicht. Das ist für ihn aber auch nicht weiter tragisch. »Ich habe einen tollen Job, der mir sehr viel Spaß macht und dazu noch verdammt nah an meinem Hobby ist – das allein ist schon ein Sechser im Lotto«, sagt er.

Musiker erfüllt sich Traum auch ohne Wien

Manuel Hahn arbeitet bei der Firma Lightpower in Paderborn, die professionelle Bühnenbeleuchtung und showtechnisches Equipment an bietet.

Sein nächstes Ziel als Musiker sei nun erst einmal die Teilnahme an dem Vorentscheid zum Eurovision Song Contest. Manuel Hahn: »Ich sehe das Ganze aber sehr realistisch und lasse die Dinge so passieren wie sie kommen.

Auch ohne den Eurovision Song Contest hält 2015 viel für mich bereit«, blickt der 28-Jährige optimistisch nach vorn. Er will sich unter anderem einen großen musikalischen Traum erfüllen und einige kleine Club- Konzerte in den Vereinigten Staaten spielen.

Manuel Hahn ist seiner Heimat eng verbunden. »Auch wenn ich mich mitlerweile als Wahlpaderborner auch dort sehr wohl fühle, geb ich drei Sachen für nichts auf der Welt auf: den Ausblick von der Istruper Heimkehrer-Kapelle, mein Höxteraner Nummernschild und den Urlaub nach Annentag.«

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