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Beschwerde gegen Verfahrenseinstellung

Schlichter sieht »grobe Fehler«

Bad Driburg (WB). Heinz Schmersal will die Einstellung des Ermittlungsverfahren wegen Untreue gegen den Geschäftsführer der Bilster Berg Drive Resort GmbH & Co. KG, Hans-Jürgen von Glasenapp, sowie den Beiratsvorsitzenden der Gesellschaft, Hans-Joachim Pillich, nicht hinnehmen. Er hat Beschwerde dagegen eingelegt.

Frank Spiegel

Am Bilster Berg kehrt keine Ruhe ein. Gegen die Einstellung des Ermittlungsvferfahrens gegen die Führung ist Beschwerde eingelegt worden Foto: WB-Archiv

Der von den Gesellschaftern beauftragte Schlichter wirft dem ermittelnden Staatsanwalt »grobe Fehler« vor. »Er hat Zahlen vertauscht, er hat den Cash-Flow nicht richtig gewertet, er hat Plus und Minus verwechselt«, erklärte der Wuppertaler Unternehmer am Freitag. Die Staatsanwaltschaft habe nach seiner Ansicht und nach der Meinung seiner Anwälte »klare Rechtsverstöße wie Betrug und Untreue angesichts der ihr vorliegenden Unterlagen nicht gewürdigt«.

Der Staatsanwalt habe auch die Zeugen nicht gehört – unter anderem weder ihn noch Graf Oeynhausen. »Er hat das Verfahren nach Gutsherrenart eingestellt, und das akzeptieren wir nicht«, erklärte Schmersal, der seinerzeit auch die Anzeige gegen von Glasenapp und Pillich gestellt hatte.

Notfalls Klageerzwingungsverfahren

»Sollte die Beschwerde keinen Erfolg haben, werden wir ein Klageerzwingungsverfahren einleiten«, kündigte der Diplom-Ingenieur an. Er sei sich sehr sicher, dass hier schlecht gearbeitet worden sei.

Er habe sich in seiner Rolle als Schlichter über Wochen in die Materie eingearbeitet. Er führe ein Unternehmen mit 1800 Mitarbeitern und sei sehr wohl in der Lage, die Bilanzen und die Inhalte zu interpretieren. »Das habe ich getan, und ich habe ganz gravierende straferechtliche Vorgänge gefunden«, sagte er.

Zudem habe die Bilster Berg Drive Resort GmbH & Co. KG ihm die Herausgabe von Unterlagen verweigert, mit denen man weitere Vergehen hätte belegen können. Er sieht 30 bis 35 Prozent der insgesamt 180 Gesellschafter hinter sich.

Bilster Berg-Prokurist Frank Igelbrinck bestätigte die Verweigerung der Herausgabe. Diese Möglichkeit sehe das Gesellschaftsrecht aber ausdrücklich vor, wenn die Mehrheit der Gesellschafterversammlung der Ansicht sei, dass zur Verfügung gestellte Informationen den Interessen der Gesellschaft entgegen stünden. Das sei der Fall gewesen.

Er selbst habe die unabhängige Aufklärung des Sachverhaltes geleitet und sei zu dem Schluss gekommen, dass die Vorwürfe inhaltlich keinen Bestand hätten. »Der Meinung sind wir auch bezüglich der Beschwerde«, erklärte der Prokurist der Bilster Berg Drive Resort GmbH & Co. KG.

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