Preise schwanken kreisweit sehr stark – 2019 sind 26 Grundstücke gehandelt worden

Städte subventionieren Verkauf von Gewerbeflächen

Höxter

In Gewerbe- und Industriegebieten im Kreis Höxter sind im Jahr 2019 26 Grundstücke verkauft worden. Die Käufer zahlten für 11,3 Hektar insgesamt 1,7 Millionen Euro. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht des Kreises Höxter für das Jahr 2020 hervor. Am teuersten sind Gewerbeflächen in Warburg. Dort wurde der Quadratmeter erschlossen für durchschnittlich 32 Euro verkauft. Zum Vergleich: Bad Driburg war mit neun Euro am günstigsten. Im kreisweiten Durchschnitt wurde Gewerbefläche 18 Euro pro Quadratmeter gekauft. Das sind zwei Euro weniger als im Vorjahr.

Marius Thöne

In Peckelsheim dreht sich derzeit über einem Neubau der Firma Hoffmeister der Baukran. Foto: Marius Thöne

„Die Gewerbebaulandpreise im Kreisgebiet streuen sehr stark“, schreiben die Gutachter im Grundstücksmarktbericht. In Gebieten mit hohen Wohnbaulandpreisen lägen die Gewerbebaulandpreise in aller Regel höher als in Gebieten mit niedrigen Wohnbaulandpreisen. Das in einigen Gebieten vergleichsweise niedrige Bodenpreisniveau resultiere daher, dass von den Städten Gewerbe- und Industriegrundstücke aus Gründen der Gewerbe-und Industrieansiedlung zu subventionierten Preisen angeboten werde. Die durchschnittliche Grundstücksgröße der im Jahr 2019 gekauften Gewerbe- und Industriegrundstücke betrug 4359 Quadratmeter (Vorjahr 3803 Quadratmeter).

Die meiste Fläche wurde in Steinheim verkauft (2,32 Hektar), gefolgt von Marienmünster (1,9 Hektar). Die durchschnittliche erworbene Fläche hatte eine Größe von knapp 4359 Quadratmetern. Im Vergleich zum Vorjahr waren sowohl die Kauffälle als auch die Flächengröße rückläufig.

Ähnlich sah es bei gebrauchten Gewerbe- und Industrieobjekten aus. Elf gebrauchte Objekte wie Produktions- und Lagerhalle wechselten für für insgesamt 2,37 Millionen Euro den Besitzer. Gegenüber dem Vorjahr (15 Objekte für 4,77 Millionen Euro) ergab sich vor allem beim Geldumsatz ein deutlicher Rückgang. „Dies ist darin begründet, dass im Jahr 2018 überwiegend qualitativ hochwertige Objekte in guten Lagen gekauft wurden“, konstatieren die Gutachter.

Zwei gebrauchte Büro- und Verwaltungsgebäude wurden für insgesamt 350.000 Euro gekauft (Vorjahr fünf Kauffälle für 4,71 Millionen Euro).

Drei gebrauchte Handelsgebäude wurden 2019 für insgesamt 11,86 Millionen Euro gekauft (Vorjahr fünf Kauffälle und 4,71 Millionen Euro Geldumsatz). Darunter fallen beispielsweise Lebensmittelmärkte, Verkaufsgeschäfte, Baumärkte und Autohäuser.

28 gebrauchte gemischt genutzte Gebäude wurden für insgesamt sieben Millionen Euro gekauft. Es handelt sich hierbei um Wohn-und Geschäftshäuser mit einem gewerblichen Anteil von mehr als 20 Prozent vom Mietertrag. Diese Gebäude wurden im Vergleich zum Vorjahr deutlich teurer erworben. Während die Anzahl der registrierten Fälle konstant blieb, stieg der Geldumsatz um rund 1,4 Millionen Euro.

Alle Städte stellen auch weiterhin kommunale Industrieflächen zur Verfügung. Laut Grundstücksmarktbericht liegt der Preis in Steinheim an der Wöbbeler Straße mit bis zu 57 Euro am höchsten. Ebenfalls teuer ist es in Bad Driburg (Brakeler Straße) mit 38 Euro. Günstiges Gewerbeland gibt es in Würgassen (7,90 Euro) Nieheim (8,39 Euro), in Vörden (9 Euro) sowie in Willebadessen und Peckelsheim (9,90 Euro).

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