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Racing-Teams testen beim Camp des Vereins Deutscher Ingenieure am Bilster Berg

Studenten geben richtig Gas

Pömbsen (WB). Kurvengeschwindigkeit, Beschleunigung und Ausdauer ihrer selbst entwickelten Rennwagen haben Studenten aus dem gesamten Bundesgebiet auf dem Bilster Berg erprobt und verbessert. Fünf Teams verschiedener Hochschulen und Universitäten aus vier Bundesländern nahmen am Trainingscamp teil, das vom Verein Deutscher Ingenieure Bezirksverein Ostwestfalen Lippe (VDI OWL) ausgerichtet wurde.

Dominique Zapfe-Nolte

Das Team »UPBracing« der Universität in Paderborn ist mit seinen vier Rennwagen aus den vergangenen Jahren auf der Strecke am Bilster Berg gewesen, um wichtige Erkenntnisse aus den Trainingsfahrten zu gewinnen. Foto: Dominique Zapfe-Nolte

Ingenieure sammeln praxisorientierte Erfahrungen

Acht einsitzige »Prototyp-Boliden« befuhren die Trainingsfläche von knapp 15.000 Quadratmetern. Die mit Pylonen abgesteckte Trainingsstrecke stellte dabei hohe Anforderungen an Fahrer und Material gleichermaßen. Zum dritten Mal hat dieses Camp als Vorbereitung auf die Formula Student auf der Test- und Präsentationsstrecke im Norden von Pömbsen stattgefunden. Initiator Karsten Ollesch blickte mit Stolz darauf zurück, dass aus seiner Idee diese Trainingsmöglichkeit entstanden ist, die als Vorbereitung auf die weltweit ausgerichtete Formula Student dient.

Diese Leistungsschau bietet angehenden Ingenieuren verschiedener Fachrichtungen die Möglichkeit, praxisorientierte Erfahrungen zu sammeln. Das Team »UPBracing« der Universität in Paderborn vereint zum Beispiel junge Studierende aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik, den Wirtschafts- sowie Medienwissenschaften und dem Computerengeneering, erklärte Sprecher Stefan Lübbecke. »Die Kurvengeschwindigkeit ist Ziel unserer Konstruktionen«. Das Team war mit ihren vier Rennwagen aus den vergangenen Jahren auf der Strecke, um wichtige Erkenntnisse aus den Trainingsfahrten zu gewinnen.

Vorbereitung auf späteren Job

Auf den ersten Blick unterschieden sie sich kaum. Doch die Flügel der vier Modelle waren dann doch sehr unterschiedlich – sie sollen für die optimale Bodenhaftung und Aerodynamik sorgen. »Als Basis dient uns ein Motorradmotor der Marke Suzuki, den wir in den Fahrzeugen unseren eigenen Konstruktionsplänen mit den jeweils neuesten Erkenntnissen anpassen.« Die Mitarbeit im Racing-Team biete eine perfekte Vorbereitung auf das spätere Berufsleben: »Man hat den Abschluss, kombiniert mit praktischer Erfahrung und den direkten Kontakt zur Wirtschaft«, erklärte Lübbecke. Die nächsten Stationen der Leistungsschau sind Italien und Ungarn, bevor es vom 6. bis 12. August auf den Hockenheimring geht.

»Man lernt unglaublich viele Dinge«

Sabrina Kolbe, Studentin der Versicherungswirtschaft ist Mitglied des Teams »Cat-Racing« der Hochschule Coburg. Sie ist seit einem halben Jahr von der Arbeit im Team fasziniert. »Man lernt unglaubliche viele Dinge, vom Schrauben bis zum Marketing.« Jedes Mitglied lerne, sich in das Team einzubringen. Fragen werden beantwortet und jeder Handgriff angeleitet, freut sie sich, dass nicht die Vorkenntnisse darüber entscheiden, ob man sich einbringen darf. Allein die Motivation zähle, das Team voran zu bringen.

Ebenfalls dabei waren das Team »HorsePower« der Universität Hannover, das »OWL Racing-Team« der Hochschule OWL sowie das Team »HSNR Racing« der Hochschule Niederrhein mit Sitz in Krefeld.

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