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Ehrenamtliche ziehen erfreuliche Jahresbilanz – Umsatz erneut deutlich gesteigert

Weltladen auf Erfolgskurs

Bad Driburg (WB). Das Team von Ehrenamtlichen, das seit drei Jahren den Weltladen in der Oberstadt betreibt, hat auch im vergangenen Jahr den Umsatz erneut deutlich steigern können. „Bei den Bürgern unserer Stadt wächst das Bewusstsein für den Fairen Handel stetig“, stellte Christa Wirth, eine der Initiatorinnen, bei der jüngsten Mitglieder-Versammlung mit Freude fest. Der Weltladen hat montags bis freitags von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr sowie von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Samstags vormittags öffnet das Team ebenfalls die Türen des Ladens.

Der Eine-Welt-Kreis vor dem Weltladen: Doris Zimmermann (von links), Pia Niemann, Renate Heidenreich, Cäcilia Grothe, Beate Weskamp, Ulrike Gehle, Claire Düchting, Gerd Borchmeier, Christa Wirth, Sonja Fieseler, Hubert Meiners und Frank Schuster. Foto: Eine-Welt-Kreis

Auch die vielen Gäste der Kur­stadt gehören zu den Kunden. Sie kennen ähnliche Geschäfte aus ihren Heimatorten. „Man glaubt gar nicht, wie oft Reha-Patienten und Tagesgäste, Fahrradtouristen und Wanderer bei uns hereinschauen“, ergänzt Gerd Borchmeier, der daran erinnert, dass Bad Driburg seit Jahren immer wieder die Auszeichnung Fair-Trade-Stadt erhält.

Anständiger Lohn für Bauern und Handwerker

Fair hergestellte Waren haben einen höheren Preis als konventionell produzierte. „Der Zwischenhandel und die Verkäufer bei uns verdienen aber nichts daran. Wichtig ist, dass die Bauern und Handwerker in Afrika, Asien oder Südamerika einen anständigen Lohn für ihre Arbeit bekommen. Dafür garantieren unsere Lieferanten GEPA, dwp und el puente“, sagt Pia Niemann, die für den Waren-Einkauf des Weltladens zuständig ist.

Es entstehen natürlich Verkaufsgewinne. Sie werden an Organisationen in der so genannten Dritten Welt weitergereicht. In den vergangenen Monaten waren die Kunden so zahlreich, dass diesmal gleich fünf Organisationen mit Geld bedacht werden können. Es sind dies im Einzelnen: Avicres (für Straßenkinder in Brasilien), Yebo-Zululand-Initiative (für Frauen in Südafrika), Anidoso in Ghana, Odissa-Charles in Uganda und Model Schools in Orissa, Indien.

„Stolz auf unsere Arbeit“

„Wir können stolz sein auf unsere Arbeit“, sagt Hella Bleich, die gute Beziehungen nach Indien hat. „Einige von uns kennen die Leiter der genannten Organisationen persönlich und wissen, wo die Spenden bleiben.“

Wer es genauer wissen möchte, ist bei einem der Informations-Abende an der richtigen Adresse. Am Donnerstag, 19. März, wird Karin Herting von Avicres im Gemeindetreff St. Peter und Paul Rede und Antwort stehen. Von Anidoso berichtet im Frühjahr auch jemand. Edeltraud Parensen, Vorsitzende der Yebo-Zululand-Initiative, ist in Bad Driburg beheimatet und gibt jederzeit Auskunft über ihr Tun.

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