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Burgtheater ist für Premiere von „Eine Überraschung ist zu wenig“ vorbereitet

Wenn die Molle zum Sarkophag wird

Dringenberg (WB). Wenn in den Dringenberger Kellern die Funken fliegen und es überall im Haus nach Farbe und Kleber duftet, dann hat auch für die Bühnenbauer des Burgtheaters die Theatersaison so richtig begonnen. Und seitdem am Nikolauswochenende die Bühne in ihrer Rohform im Saal der Gaststätte Hausmann aufgebaut wurde, trifft man dort zu früher und später Stunde nicht nur auf die Schauspieler bei den Proben, sondern auch auf das Team des Bühnenbaus.

In den Proben stecken mit viel Spaß Katja Peine (von links), Michaela Falke, Peter Paul Rodemeyer, Silke Krelaus und Alina Falke. Hier kommen die Requisiten zum Einsatz, die das Team Bühnenbau mit viel Fleiß und ebenso viel Kreativität geschaffen haben. Foto: Burgtheater Dringenberg

Ganz im Sinne des Theaterstücks „Eine Überraschung ist zu wenig“ verwandeln diese kreativen Bastler alte Gegenstände in bühnenreife Schmuckstücke. So wurde mit vielen technischen aber ebenso liebevollen Handgriffen aus einem alten Metallfass eine Hausbar von Alexander Mikus gezaubert, und aus einer maroden großen Futtermolle wurde von Manfred und Manuela Falke ein ägyptischer Sarkophag gebaut, der auch während des Theaterstücks für eine Überraschung sorgen wird.

Doch bis es am Freitag, 27. Dezember, zum ersten Mal „Vorhang auf!“ heißt, haben die Bühnenbauer und Techniker noch alle Hände voll zu tun. Das Publikum muss sich jedoch nicht sorgen, denn: „Diesen engen Zeitplan erfülle die fleißigen Mitglieder des Burgtheaters in jedem Jahr“, weiß Regisseurin Ingrid Pape, die stets den Überblick behält.

Mehrere Überraschungen

Auch das Theaterstück verspricht nicht nur eine Überraschung. Es spielt in der Wohnung der einstmals erfolgreichen Varieté-Künstlerin Ivonne (Silke Krelaus), die mit ihrer ebenfalls mittellosen Nichte Maxi (Alina Falke), einer erfolglosen Werbetexterin, zusammenlebt. Statt lebende Tiere zu domptieren, pflegt Ivonne nun eine beachtliche Zahl Stofftiere, wie etwa Pinky, das singende Schwein. Um die ewig leere Haushaltskasse aufzubessern, begeht die kesse Dame kleinere Diebstähle. Die Misere der beiden ist also kaum zu überbieten.

Doch dann bietet sich für Ivonne eine Gelegenheit, gemeinsam mit ihrer alten Bühnen-Partnerin Caligari (Michaela Falke) und der schusseligen Nachbarin Frau Treff (Katja Peine) einen großen Coup zu landen. Von all dem darf Nichte Maxi natürlich nichts erfahren. Allerdings ahnt Ivonne nicht, dass die neue Liebe der Nichte „Gerorge“ (Peter Paul Rodemeyer) ausgerechnet Beamter bei der Kripo ist, was zu vielerlei Missverständnissen führt. Als sich dann noch der Versicherungsmitarbeiter Frank Neumann (Markus Beller) ankündigt ist guter Rat teuer. Wie Ivonne ihre Situation bühnenreif meistert, kann an den Abenden im Saal der Gaststätte Hausmann mitverfolgt werden.

Termine und Karten

  • Freitag, 27. Dezember, 19.30 Uhr (Premiere)
  • Samstag, 28. Dezember, 19.30 Uhr
  • Sonntag, 29. Dezember, 170 Uhr
  • Mittwoch, 1. Januar, 17 Uhr
  • Freitag, 3. Januar, 19.30 Uhr
  • Samstag, 4. Januar, 19:30 Uhr

Karten sind in der Gaststätte Hausmann „Zum goldenen Anker“ sowie der City-Apotheke Bad Driburg erhältlich.

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