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Bad Karlshafen GmbH gehen die Rücklagen aus, blickt aber optimistisch nach vorne

Corona und die Folgen für die Weser-Therme: Gästezahl hat sich 2020 halbiert

Bad Karlshafen

Die Weser-Therme in Bad Karlshafen hat 2020 mehr als die Hälfte ihrer Besucher eingebüßt. Kommen sonst im Schnitt um die 250.000 Besucher im Jahr, waren es im Corona-Jahr nur 115.215. Kein Wunder, war doch die Therme im vergangenen Jahr fünfeinhalb Monate geschlossen.

Alexandra Rüther

Betriebsbedingt sprudelt der Whirlpool auch ohne Gäste. Seit November 2020 ist die Therme geschlossen, die Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Foto: Alexandra Rüther

„Dabei fing das Jahr gut an“, sagte Rainer Kowald, Geschäftsführer der Bad Karlshafen GmbH, jetzt bei einem Vor-Ort-Termin. Zehn Prozent mehr Besucher im Januar und Februar im Vergleich zu 2019.

Aber dann kam der erste Lockdown. „Die Zeit vom 15. März bis zum 20. April haben wir für intensive Reinigungs- und Sanierungsarbeiten genutzt“, berichtet Kowald. Danach waren die etwa 100 fest angestellten Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Kurz vor der Wiedereröffnung dann die Hiobsbotschaft: Im beliebtesten Becken der Therme mit einem Solegehalt von fünf Prozent und einer Wassertemperatur von 26 Grad trat ein großer Schaden an der Frischwasserzuleitung auf. „Unser Glück im Unglück war, dass es sich bei dem Schaden um einen Versicherungsfall gehandelt hat“, sagt Bad Karlshafens Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der GmbH Marcus Dittrich. Der Schaden belief sich auf etwa 400.000 Euro. Das Becken wurde bis auf den Beton abgetragen und komplett saniert – während des laufenden Betriebs. Die Besucher hätten allerdings sehr verständnisvoll reagiert – nicht nur auf die Bauarbeiten, sondern auch auf die Corona-Regeln.

Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Bad Karlshafen GmbH Marcus Dittrich (von links), Prokuristin Martina Abel und Geschäftsführer Rainer Kowald. Foto: Alexandra Rüther
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