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Entlang der Unteren Hauptstraße werden neue Leitungen verlegt

Baustelle: Autofahrer brauchen in Dalhausen Geduld

Beverungen-Dalhausen

Wer ab von Donnerstag an durch Dalhausen fährt, muss wieder etwas mehr Zeit einplanen. Grund sind die Neuverlegung und Sanierung der Wasserleitungen in der Ortschaft.

Bearbeitet von Alexandra Rüther

Machen sich ein Bild von den Bauarbeiten am Wasserbehälter in Haarbrück (von links): Bürgermeister Hubertus Grimm, Wassermeister Lothar Scholle, Frank Matthias, Leiter des Abwasserwerkes, und Dominik Stromberg, Ortsvorsteher von Haarbrück. Foto: Stadt Beverungen

Zwischen den Abzweigungen Hellweg und Immenweg werden in der Unteren Hauptstraße (B 241) auf einer Länge von knapp 55 Metern beidseitig neue Trinkwasserleitungen verlegt. Die Straße ist halbseitig gesperrt, der Verkehr wird durch eine Ampelanlage geregelt.

Vor einem Jahr gingen die Arbeiten los

Im Frühjahr 2021 ist mit der Sanierung in Dalhausen begonnen worden. „Zur langfristigen Sicherung und Verbesserung der Trink- und Löschwasserversorgung in der Ortschaft Dalhausen werden wir im Bereich der Ortsdurchfahrt sukzessive die dort vorhandenen und in den 1960er-Jahren verbauten Graugussleitungen erneuern und teilweise Wasserleitungen neu verlegen“, erklärt Frank Matthias, Leiter des Abwasserwerkes der Stadt Beverungen. In mehreren Bauabschnitten wird so die gesamte Ortsdurchfahrt abgearbeitet. Laut aktueller Planung sollen dann 2027 etwa 3400 Meter Trinkwasserhauptleitung erneuert worden sein. Dabei werden Trinkwasserleitungen aus Polyethylen mit einem Leitungsdurchmesser von 180 und 125 Millimeter verlegt. In Teilbereichen werden, wenn erforderlich, auch Kanalsanierungsarbeiten durchgeführt. Das Investitionsvolumen für dieses Jahr beträgt etwa 245.000 Euro. „Auch der Gehweg in dem betroffenen Bereich wird durch die Bauarbeiten in Anspruch genommen“, so Matthias. Für Fußgänger werde daher eine Fußgängerbrücke eingerichtet.

Hochwasserbehälter in Haabrück wird saniert

Ebenfalls saniert wird der Wasser-Hochbehälter in Haarbrück. „Der Wasserhochbehälter in Haarbrück wurde 1971 gebaut. Er besteht aus zwei Wasserkammern mit je 150 Kubikmetern Trinkwasserinhalt. Versorgt werden hierüber die Ortschaften Haarbrück und Jakobsberg“, erklärt Frank Matthias. Gespeist werde der Hochbehälter Haarbrück über den Brunnen Roggenthal, welcher den Hochbehälter Dalhausen speist. Von dort aus wird das Wasser durch das Gaffelntal nach Haarbrück gepumpt. Für die Versorgung der Ortschaft Haarbrück ist im Hochbehälter eine Druckerhöhungsanlage installiert. Die Hochbehältersanierung wurde aufgrund des Behälteralters von mittlerweile mehr als 50 Jahren erforderlich. Die Kernsanierung des Hochbehälters Haarbrück findet im laufenden Betrieb statt, die Wasserversorgung der Bevölkerung ist somit während der Zeit der Baumaßnahme sichergestellt.

Wassermeister Lothar Scholle erklärt die technische Ausführung: „Bei den beiden Wasserkammern wurden bereits die Erdüberdeckung freigelegt und die Lüftungskamine entfernt. Aktuell werden die Wasserkammern von außen gedämmt. Auf dem vorhandenen Flachdach wird ein Pultdach mit Südausrichtung gebaut, auf welches eine Photovoltaik-Anlage errichtet wird. Hierdurch soll ein Teil des Strombedarfes für die Pumpen im Hochbehälter gedeckt werden. In den Wasserkammern wird der Fliesenbelag entfernt und ein mineralischer Putz aufgebracht. Die Be- und Entlüftung des Hochbehälters erfolgt zukünftig durch eine neue Lüftungsanlage. Zu- und Ableitungen in die Behälterkammern werden neu aus Edelstahl installiert. Zudem werden die Zugänge und Fensteranlagen der Wasserkammern neu gestaltet.“

Mit den Arbeiten ist bereits im März begonnen worden, im Oktober sollen sie abgeschlossen werden. Die Kosten belaufen sich auf etwa 560.000 Euro.

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