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Jubiläumsausstellung 1200 Jahre Corvey: Bund und Land fördern Brandschutz und Alarmanlage

Damit die Exponate sicher sind

Höxter

Für drei Millionen Euro sollen in Corvey das Dach des Konventsgebäudes sowie die Klostermauer saniert werden. In der Summe enthalten ist aber auch Geld für die Anschaffung neuer Brand- und Einbruchsschutztechnik. Das ist nach Angaben des CDU-Landtagsabgeordneten Matthias Goeken vor allem vor dem Hintergrund des großen Jubiläums „1200 Jahre Corvey“ wichtig. In diesem Zusammenhang plant der renommierte Paderborner Kunsthistoriker Professor Christoph Stiegemann eine Ausstellung, die auch im Schloss gezeigt werden soll. Und hier sollen die Exponate schließlich auch sicher sein.

Marius Thöne

Beginnend mit den Zerstörungen der karolingischen Basilika und der Konventsgebäude im Dreißigjährigen Krieg fächert der renommierte und leidenschaftliche Ausstellungsmacher den barocken Wiederaufbau der Reichsabtei und die kirchliche Erneuerung im Corveyer Land bis zur Säkularisation 1803 auf. „Die Klosterkirche mit ihrer großartigen Ausstattung, aber auch Barockkirchen etwa in Bödexen oder Bruchhausen sind bis heute sichtbare Zeugen des ‚Goldenen Zeitalters‘, das Corvey nach dem Dreißigjährigen Krieg erlebte“, erläutert Professor Stiegemann, der bis September Leiter des Paderborner Diözesanmuseums war und sich in dieser Funktion als Ausstellungsmacher international einen Namen gemacht hat. Die Jubiläumsschau skizziert also auch Landesgeschichte – und führt vor Augen, wie maßgeblich das Kloster Corvey die Region und Land und Leute geprägt hat. „Eine Vielzahl bis heute vitaler Gemeinden geht auf Gründungen Corveys zurück.“

Für die Benediktinerabtei selbst ist die Gründung bis auf den Tag genau überliefert: Am 25. September 822 trafen die Mönche aus Corbie am Weserbogen ein. Sie kamen aus Hethis, einem unwirtlichen Ort wahrscheinlich bei Neuhaus im Solling, wo eine erste Ansiedlung gescheitert war.

Wie am Mittwoch berichtet, fließen aus einem Bundesprogramm 1,5 Millionen Euro nach Corvey. Weitere 1,2 Millionen Euro trägt das Land. 300.000 Euro beträgt der Eigenanteil Kulturkreis Corvey gGmbH.

Zuversichtlich ist Goeken auch was die Förderung eines barrierefreien Zugang zum berühmten Johanneschor im Westwerk angeht. Hier soll ein Aufzug mit Treppenanlage angebaut werden. „Noch nicht geklärt ist, von wo aus dann der Eingang ins Westwerk erfolgen soll“, erläuterte Goeken im Gespräch mit dieser Zeitung. Es sei eine Machbarkeitsstudie in Auftragt gegeben worden. Bis zum Jubiläum soll die Barrierefreiheit aber umgesetzt sein. Goeken lobte in diesem Zusammenhang auch die gute Zusammenarbeit mit dem Bundestagsabgeordneten Christian Haase und Regierungspräsidentin Judith Pirscher.

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