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Grundschule in Beverungen erhält Laptops

„Den Kontakt ersetzt das nicht“

Beverungen

Jede Lehrerin und jeder Lehrer der Grundschule Beverungen hat jetzt ein eigenes Endgerät. Die Stadt Beverungen hat 32 Laptops angeschafft und an Schulleiterin Birgit Riepe-Dewender übergeben.

Alexandra Rüther

Grundschulleiterin Birgit Riepe-Dewender freut sich über die Laptops für ihre Schule. Links der neue IT-Beauftragte der Stadt Wilhelm Schlüter, rechts der für die Schulen zuständige Abteilungsleiter Frank Filmar. Foto: Alexandra Rüther

Dafür standen 16.000 Euro vom Land zur Verfügung. Für die 58 Schüler-Endgeräte, die bereits in der Schule eingesetzt werden, stand ein Budget von 25.000 Euro zur Verfügung, der Eigenanteil der Stadt liegt bei zehn Prozent. Die Einrichtung der Schüler-Laptops gehörte zu den ersten Aufgaben von Fachinformatiker Wilhelm Schlüter, den die Stadt als IT-Experten für die Schulen eingestellt hat (Bericht vom 12. Februar). „Die Geräte können zur Zeit von den 42 Kindern in der Notbetreuung genutzt werden“, sagte Schulleiterin Birgit Riepe-Dewender. Kinder, deren Eltern die Betreuung zuhause nicht gewährleisten können, kommen in die Schule und nehmen von hier aus am Distanzunterricht teil. Der läuft zum Teil über die Lernplattform Logineo, die das Land eingerichtet hat. „Die ist am Start, da hat Schulministerin Yvonne Gebauer Recht“, sagt Birgit Riepe-Dewender.

Was aber die Lehrer-Fortbildungen diesbezüglich betrifft, habe es doch gewaltig gehakt. „Im Herbst hat das Land entsprechende Kurse angeboten und wir waren sehr schnell, was die Anmeldung betraf“, blickt die Schulleiterin zurück. „Allerdings gab es schlicht und ergreifend zu wenig Kurse und wir sind nicht zum Zuge gekommen.“ Und so mussten sich die Lehrkräfte den Umgang mit der Lernplattform anhand von Erklärvideos selbst aneignen. „Dazu kommt, dass wir vor dem Lockdown nicht die Möglichkeit hatten, mit den Kindern den Umgang mit der Software zu üben“, so Riepe-Dewender. Deshalb werde parallel mit den bewährten Apps „Anton“ und „Antolin“ gearbeitet – auch um den Kontakt zwischen Schüler und Lehrer aufrecht zu erhalten.

„In der Grundschule geht es nicht ohne Kontakt“, sagt die Schulleiterin. Deshalb sei der wöchentliche Ausgabetag so wichtig. Wenn die Kinder ihre Aufgaben abholen, hat der Lehrer die Möglichkeit sich zu erkundigen, ob sie klar kommen, wo es hapert und Unterstützung notwendig ist. Den Wechselunterricht, der in NRW ab dem 22. Februar wieder praktiziert werden soll, sieht Birgit Riepe-Dewender als den richtigen Weg. „Und ich bin guten Mutes, dass wir die Kinder in der Präsenzzeit so weit unterstützen können, dass sie den Distanzunterricht dann gut schaffen.“

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