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Verkehrslärm wird an Ortsausgängen gemessen – Station in Lauenförde folgt

Displays im Landkreis Holzminden bedanken sich

Holzminden

Seit Anfang Mai stehen die ersten Lärm-Displays im Landkreis Holzminden, deren Aufstellung bundesweit medial für Aufsehen gesorgt hat. Die Displays sind Teil eines Maßnahmenpaketes, mit dem der Landkreis Holzminden Motorradfahrer stärker dafür sensibilisieren will, Rücksicht auf lärmgestresste Anwohner zu nehmen.

Im Landkreis Holzminden sind die ersten Lärmdisplays aufgestellt worden. Motorradfahrer sollen damit sensibilisiert werden. Foto: Landkreis Holzminden

Die Displays sind an den Ortsgängen von Golmbach in Richtung Rühle und umgekehrt von Rühle nach Golmbach sowie an den Ortsausgängen von Grünenplan und Neuhaus von der Straßenmeisterei des Landkreises Holzminden aufgestellt worden. Die Displays messen das Fahrzeuggeräusch beim Verlassen der Ortschaft und bedanken sich, wenn der Pegel unter 84 Dezibel bleibt.

Land unterstützt die Anschaffung

Nach einem entsprechenden Kreistagsbeschluss im vergangenen Jahr hatte die Verwaltung eine Förderung in Höhe von 60 Prozent der Kosten für die Displays beim Land Niedersachsen gestellt und für vier Geräte auch bekommen. In einem ersten Schritt wurden jetzt für die ersten Geräte Betonfundamente gesetzt und die solarbetriebenen Displays anschließend aufgestellt. In Lauenförde an der Bundesstraße 241 soll in etwa zwei Wochen ein Betonfundament gesetzt werden, um dann dort das Display aufzustellen, das zunächst vorübergehend in Grünenplan aufgestellt worden war.

Polizei hat Kontrollen verstärkt

2021 schon hatten Landkreis und die Hamelner Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Messungen vorgenommen, um festzustellen, wie viele Motorräder in Region tatsächlich unterwegs sind. Darüber hinaus hatte die Polizei ihre Kontrollen verstärkt und es wurden an neuralgischen Punkten Banner mit der Bitte um Rücksichtnahme aufgestellt.

Die inzwischen angeschafften Lärmdisplays sollen die Motorradfahrer nicht nur sensibilisieren, sondern auch eine größere Faktengenauigkeit über die Menge der Fahrzeuge und die Geräuschbelästigung liefern. In Diskussionen zwischen der Bürgerinitiative Motorradlärm und den Behörden gingen die Einschätzungen dazu immer wieder auseinander. Das spiegelt sich auch in der bundesweiten Diskussion zu diesem Thema wieder.

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