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27. »Herbst-Cocktail« in Wehrden lockt Besucher mit vielseitigem Angebot

Edler Markt in stilvollem Ambiente

Beverungen-Wehrden (WB). Der erste Blick fällt auf die pinke Schafsherde am Eingang, dann auf das bunte Lakritz am Stand gegenüber, und nach einigen Schritten erschließt sich der Blick auf den gesamten Schlosshof mit den weißen Zelten und den Scheunen, in denen Besucher nach Dekorativem und Geschmackvollem Ausschau halten.

Angelina Zander

Bei Sonnenschein ist am Samstag der »Herbst-Cocktail« in Wehrden eröffnet worden. Auch am Sonntag boten auf dem Schlosshof Ausssteller ihre Waren zum Verkauf an. Auch im Pferdestall, in der Scheune und im Schloss gab es für die Besucher einiges zu entdecken.  Foto: Angelina Zander

Im Schloss Wehrden ist am Wochenende der »Herbst-Cocktail« ausgerichtet worden. Dafür hatten sich etwa 70 Aussteller rund um das sowie im Schloss verteilt. Neben vielen Bekannten trafen Stammgäste auch auf neue Gesichter – so wie Astrid Bruns aus Bremerhaven. Auf einem goldenen Tablett servierte sie den neugierigen Gästen kleine Gugelhupfe. Wer meinte, diese seien aus einem Kakaoteig, wurde überrascht. Zwischen den Fingern begann die Praline zu schmelzen, wenn es nicht schnell genug gegessen wurde. »Das ist Kakaokonfekt«, klärte Bruns auf.

Gleich gegenüber der süßen Versuchung verbreitete sich der Duft Italiens. Edi Zanghirella aus Venedig war wieder nach Wehrden gereist, um Salami – verfeinert mit Trüffel, Steinpilzen oder Walnüssen – sowie Parmesan anzubieten. Karin Koch und Wolfgang Kruse hatten den Italiener gezielt aufgesucht. »Nichts wie hin«, lautete ihr Motto, so Kruse.

Walnüsse ausverkauft

Die Sievershausener seien Stammgäste des »Herbst-Cocktails«. In der Walnuss-Salami waren Nüsse der Gastgeber-Familie von Köckritz verarbeitet, erzählte Isabella von Köckritz. Die Nüsse seien bei den Besuchern beliebt, sie werden traditionell während der Veranstaltung gesondert verkauft. Doch am Samstag war gegen 14.30 Uhr Schluss: »Ausverkauft«, sagte Isabella von Köckritz. Am Sonntag sollten die nächsten verkauft werden, doch die Ernte sei kleiner ausgefallen.

Nach den kulinarischen Ständen durfte weiter im Inneren des Schlosses gestöbert werden. Schuhe mit wechselbarer Dekoration, Buchkunst, Krawatten, Stoffe, Capes oder Gehröcke in ausgefallenen Designs konnten bestaunt und gekauft werden. Auf dem Weg vom Schloss in Richtung Scheunen wurden in den weißen Zelten Porzellan, Honig, Marmelade und Schals verkauft. Die Vielfalt des Angebotes reichte bis hin zu restauriertem Schmuck, Lampen und Nähkästchen, die Jochen Hannemann in einer kleinen Werkstatt entstehen lässt, wie er erzählte.

Ein Wiedersehen mit Bekannten

Am Samstag ließen die Sonnenstrahlen die farbenfrohen Blätter der Bäume auf dem Schlosshof noch einmal leuchten und luden zu einem Spaziergang rund um das Schloss ein. Einige Besucher nutzten das Wetter, um auf den Mauern zu verweilen. So wie Susann Grünke-Heuel aus Bad Driburg mit ihrem Hund Kalle. »Mir gefällt es sehr gut. Ich bin das vierte Mal hier«, berichtete sie. Allerdings habe sie auf dem Schlosshof ein bestimmtes kulinarisches Angebot vermisst, für das in diesem Jahr ein Foodtruck gekommen war. »Eigentlich braucht man hier keine Veränderung.«

Die gab es mit Zita Schlegel, die einige Meter weiter ihre Bilder ausstellte, nicht. Sie sei mindestens zum elften oder zwölften Mal dabei, berichtete sie. Was der Besuch für sie bedeutet? »Ein Wiedersehen vieler Leute. Hier ist es sehr klassisch und der Umgang mit Familie von Köckritz ist sehr entgegenkommend und freundlich.« Schlegel begrüßte die Gäste mit ihrem Hund Pinou (3), der als Welpe auf einem großen Bild zu sehen war. Sie malt vor allem Tierportraits.

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