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22. Orange Blossom Special überzeugt mit einzigartigem Flair

Festival ist Sprungbrett für Nachwuchsbands

Beverungen (WB). Jedes Jahr aufs Neue beweist das OBS, dass es seinem Titel als »Das beste kleine Open-Air-Festival der Welt« gerecht wird. Jetzt tanzten wieder tausende Fans im Glitterhouse-Garten.

Roman Winkelhahn

Sänger Frederik Rabe durfte mit seiner Band »Giant Rooks« erstmals auf der Hauptbühne auftreten Foto: Roman Winkelhahn

»Majestätisch, aber dennoch bodenständig« – so beschreibt OBS-Chef Rembert Stiewe den Graureiher, das diesjährige Logo-Tier des Festivals – »genau so wie das OBS.« Stiewe eröffnete am Freitag die 22. Auflage des sogar international bekannten Musikfestivals in Beverungen.

Tickets nach zwei Stunden ausverkauft

Nach zwei Stunden waren bereits im November alle Tickets ausverkauft. Zu dem Zeitpunkt waren gerade einmal zwei Bands bestätigt. Das Orange Blossom Special hat sich über Jahre hinweg einen Namen gemacht und das Vertrauen vieler Musikliebhaber gewonnen. Die Hingabe der Fans zum OBS wurde in diesem Jahr belohnt: Mega-Star Casper rockte am Freitag Abend die Hauptbühne .

»Da kann man nicht meckern«, sagt Stiewe. »Es herrschte Bombenstimmung. Ich war selber sehr begeistert.«

Drei Tage lang wurde im Garten der Glitterhouse-Villa, dem Zentrum des Events und Firmensitz des namensgebenden Plattenlabels »Glitterhouse Records«, gefeiert.

Bands wie Olli Schulz, »Midnight Choir« und »Birth Of Joy« waren nicht zum ersten Mal in Beverungen. Auch die Jungs von »Giant Rooks«, eine junge Band aus Hamm, traten bereits vor einem Jahr schon einmal auf dem OBS auf, damals noch auf der Mini-Bühne.

Kindheitstraum wird wahr

Der Sprung einer deutschen Nachwuchsband von der kleinen auf die große Bühne im OBS-Garten mag dem ein oder anderen bekannt vorkommen. Auch die Musiker von »Annenmaykantereit« spielten einst unter dem kleinen Dach, bevor sie international Karriere machten.

»Es war bereits im letzten Jahr, als ›Giant Rooks‹ noch auf der Mini-Bühne standen, absehbar, dass die Jungs berühmt werden«, erklärt Rembert Stiewe. »Sie setzen alles auf die Karte Musik und touren inzwischen durch Europa.«

Die Band rockte das OBS am Samstagabend. »Gerade geht ein Kindheitstraum in Erfüllung«, gesteht Sänger Frederik Rabe während des Auftritts.

»Sie schreiben super Songs und treffen den Nerv des Publikums«, lobt Stiewe »Giant Rooks«. Nach oben hin gebe es für sie keine Grenze: »Sie zählen inzwischen zu den bekanntesten Bands des Landes.«

OBS-Chef entscheidet sich gegen Feldhamster

»Das OBS gibt Kraft«, weiß Rembert Stiewe. »Es ist einmal im Jahr ein emotionaler Ankerpunkt für die Menschen, die herkommen«, erklärt er.

Für den Graureiher als Motto-Tier habe man sich übrigens auch entschieden, weil er ein heimisches Tier sei. »Man sieht ihn häufig hier bei uns an der Weser«, sagt Stiewe. »Außerdem war der erste Vorschlag ein Feldhamster und den fand ich nicht so toll.«

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