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Erschließung des Beverunger Neubaugebietes zwischen Freibad und Dalhauser Straße hat begonnen

Im August kann gebaut werden

Beverungen

Jetzt wird das Beverunger Neubaugebiet zwischen Dalhauser Straße und Beverstadion seinem bisherigen Namen „Am Dreckwege“ doch noch gerecht. Am Montag sind die Bagger angerückt und werden jede Menge Erde bewegen – die Erschließung hat begonnen, mit den Arbeiten hat die Stadt Beverungen die Firma Erdbau Hake beauftragt.

Alexandra Rüther

Die Erschließung des Neubaugebietes beginnt (von links): Bürgermeister Hubertus Grimm, Rainer Wohlfahrt vom städtischen Bauamt, Frank Matthias (Leiter Abwasserwerk), Thorsten Wehrmann vom Ingenieurbüro Turk sowie Carsten Zietz und Maik Dohmeyer von Erdbau Hake. Foto: Alexandra Rüther

Im August sollen die ersten Grundstücksbesitzer mit dem Bau ihrer Häuser beginnen können. 29 der 46 Grundstücke sind fest vergeben, für weitere sechs besteht ernsthaftes Kaufinteresse. Die Baustraße wird von der Dalhauser Straße aus über die Stichstraße „Am Mühlengraben“ angelegt. Von dieser Seite aus wird auch später die große Mehrheit der Grundstücke zu erreichen sein, von der anderen Seite, über die Bevertrift, werden es nur etwa 15 sein. „Wir werden etwa 6500 Quadratmeter Baustraße anlegen“, erläuterte Rainer Wohlfahrt vom Bauamt der Stadt die ersten Schritte. Dazu gehöre auch eine acht Meter breite Brücke, um den Mühlengraben überqueren zu können.

Weitere Kennzahlen der Erschließungsarbeiten hatte Frank Mathias, Leiter des Abwasserwerkes, parat: So werden 795 Meter Schmutzwasserkanäle verlegt, 955 Meter Regenwasserkanäle, zehn Straßenentwässerungsleitungen, 800 Meter Wasserleitung und 800 Meter Fernwärmeleitungen. „Zum ersten mal in Beverungen nutzen wir hier die Abwärme der Biogasanlage“, erläuterte Bürgermeister Hubertus Grimm. Hier besteht ein Anschlusszwang seitens der Bauherren, „damit sich das rechnet“, so Grimm. Für die Versorgung zuständig ist die Energieservice Westfalen Weser GmbH. Sollte einmal nicht genug Wärme zu Verfügung stehen, werde auf Gas umgestellt. Außerdem sei es in Verhandlungen mit der Telekom gelungen, dass zu jedem Grundstück Glasfaserkabel verlegt werden, berichtete der Bürgermeister.

Auch die Stromkabel für die Straßenbeleuchtung werden im Zuge der Erschließung in die Erde verlegt. Ein benötigtes Regenrückhaltebecken könne laut Frank Mathias dagegen auch im Nachgang erfolgen. Es werde ein Volumen von etwa 1800 Kubikmeter haben und sei deshalb notwendig, weil das Regenwasser auf Grund wasserrechtlicher Vorgaben nur gedrosselt in die Bever abgeleitet werden könne.

Die Investitionskosten belaufen sich auf 1,48 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 850.000 Euro auf den Kanalbau, 365.000 Euro auf die Baustraßenarbeiten zuzüglich etwa 40.000 Euro für die Beleuchtung sowie etwa 225.000 Euro auf die Strom- und Wasserleitungsarbeiten.

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