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Sandsteinskulptur wacht über Brücke zwischen Beverungen und Lauenförde

Nepomuk-Statue feierlich eingeweiht

Beverungen (WB). Mit der Einweihung und der Übergabe an die katholische Kirchengemeinde Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen wacht die Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk nun auch offiziell über die Brücke zwischen Beverungen und Lauenförde.

Iris Spieker-Siebrecht

Initiatoren, Unterstützer und Grußredner (von links): Pfarrer Frank Schäffer, Lauenfördes Bürgermeister Werner Tyrasa, Pfarrgemeinderatsmitglied Norbert Tyrasa, Bundestagsabgeordneter Christian Haase, Bildhauer Raphael Strauch, Landtagsabgeordneter Matthias Goeken, Landrat Friedhelm Spieker, Iniitator Rudolf Höcker, Kyffhäuser-Vorsitzender Carl-August Schübeler. Foto: Iris Spieker-Siebrecht

Mit der Segnung bei einer ökumenischen Andacht startete die Veranstaltung, mit dem Festakt am Weserufer ging sie in die finale Runde. Abordnungen der Schützen aus Beverungen und Lauenförde, der Patenkompanie des 2. ABC-Abwehr Bataillons und des Kolping-Vereins marschierten hinter der Kyffhäuser-Kameradschaft am Festplatz ein. Festredner aus Politik und Verwaltung würdigten die Aufstellung der Statue an der Weserbrücke.

Projekt umgesetzt

Initiator Rudolf Höcker freute sich sehr, sein Projekt umgesetzt zu sehen. „Als meine Frau und ich vor fünf Jahren hierher zogen und ich mich fragte, wie ich mich einbringen könne, hatte meine Frau die Idee, hier, wie in Mannheim, die Aufstellung einer Nepomuk-Skulptur zu initiieren. Und wo würde so eine Statue besser passen als an einer neuen Brücke?“, erzählte der rüstige Senior. Tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung des Projektes fand er bei seinem Schwager Carl-August Schübeler und der Kyffhäuser-Kameradschaft. „1348 gilt als das Geburtsjahr Johannes von Nepomuks, gleichzeitig wurde in dem Jahr auch die Burg am Weserufer errichtet und der Flecken Lauenförde zum ersten Mal urkundlich erwähnt“, berichtete Höcker von den wunderlichen geschichtlichen Überschneidungen. Für ihn bedeute das Engagement um die Heiligenfigur, die Stadtbildgeschichte und darüber hinaus die Religionsgeschichte im öffentlichen Raum mit zu gestalten, sagte er im Gespräch mit dem WB.

Gemeinsam mit Carl-August Schübeler dankte er allen Stiftern und Unterstützern, die die Umsetzung des Projektes erst ermöglichten. Die Gesamtkosten für die 2,30 Meter hohe Sandsteinfigur, die mit Sockel eine Höhe von 3,50 Meter erreicht, und ihre Aufstellung beliefen sich dabei auf 68.000 Euro. Der Heilige Nepomuk gilt als Schutzpatron der Brücken, Schiffer, Flößer und Müller und er soll allgemein gegen Gefahren des Wassers helfen. Außerdem ist er als Patron des Beichtgeheimnisses, der Beichtväter und der Verschwiegenheit bekannt. Geschaffen hat das Kunstwerk der Bildhauer Raphael Strauch aus Willebadessen.

Bundestagsabgeordneter Christian Haase trat in der Uniform der Beverunger Schützen ans Mikro und würdigte die Aufstellung der Skulptur. Auch Landtagsabgeordneter Matthias Göken gratulierte zu dem großen bürgerschaftlichen Engagement und überbrachte Grüße des Heimatministeriums, das das Projekt aus dem Heimatfonds mit 25.000 Euro unterstützte. Der Bürgermeister Lauenfördes, Werner Tyrasa, gratulierte im Namen der Gemeinde und der Schützen von der anderen Seite der Weser, Norbert Tyrasa grüßte als ehemaliger Bürgermeister und Vertreter des Pfarrgemeinderates der Kirchengemeinde Heiligste Dreifaltigkeit. „Wir nehmen die Statue gern in unsere Obhut“, versicherte er.

Letzter Auftritt von Spieker

Landrat Friedhelm Spieker trat ebenfalls ans Rednerpult und lobte Initiatoren und Künstler. „Wenn man hinter ein gelungenes Werk einen Schlusspunkt setzen kann, dann stellt sich immer ein Gefühl der Freude, der Befreiung und der Zufriedenheit ein. Ich denke, so geht es heute vielen von Ihnen und das vollkommen zu Recht. Die Gemeinden Beverungen und Lauenförde haben allen Grund dazu, stolz zu sein auf das gemeinsam Erreichte. Die Weserbrücke und der neue Brückenschutzpatron sind dafür ein wunderbares Symbol“, stellte er die gute Zusammenarbeit zwischen Beverungen und Lauenförde heraus, die nicht nur fluss- sondern länderübergreifend seit Jahrzehnten funktioniere. Ganz zum Schluss seiner Rede wurde er ein wenig wehmütig, denn mit dieser letzten öffentlichen Veranstaltung verabschiedet sich Spieker nach elf Jahren als Landrat. Er habe den Posten immer sehr gern ausgefüllt und sich den Menschen und seiner Heimat immer sehr verbunden gefühlt.

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