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Sechs Millionen für Neubau und Sanierung in Dalhausen

Neues Hallenbad neben der „Batze“

Beverungen (WB). Dass die Sanierung des Hallenbads in Dalhausen mit 2,4 Millionen Euro Kosten unwirtschaftlich ist, haben die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung bereits Ende August festgestellt. Jetzt soll das Hallenbad für die Stadt Beverungen am bestehenden Freibad – der Batze – neu gebaut werden.

Ellen Waldeyer

Neben der „Batze“ soll das neue Hallenbad für Beverungen entstehen. Die Umkleiden sollen neu gebaut werden und beiden Bädern zur Verfügung stehen, so die Pläne. Foto: Ellen Waldeyer

Eine weitere geplante Baumaßnahme ist die Sanierung des Umkleidegebäudes am Freibad Beverungen, das aus dem Jahr 1965 stammt. Auch dieses komplett zu sanieren, sei wirtschaftlich nicht zu vertreten, da es erhebliche Mängel an der baulichen Substanz aufweise und das gesamte Gebäude überdimensioniert sei. Das stellte das Planungsbüro Rohling aus Osnabrück in einem Gutachten fest. Deshalb soll auch die Umkleide neu gebaut werden. Für beide Projekte werden Fördermittel des Landes NRW beantragt. Das ist in der Ratssitzung am Mittwochabend einstimmig beschlossen worden.

Sechs Millionen Euro

Zwar liegt zum aktuellen Zeitpunkt noch keine konkrete Kostenberechnung vor, doch eine vorläufige Schätzung für beide Maßnahmen beläuft sich auf rund sechs Millionen Euro. Ohne eine Bezuschussung sei die Realisierung der Maßnahmen nicht möglich, geht aus dem Rat hervor.

Die Stadt Beverungen beantragt für den Ersatzneubau des Hallenbads Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ sowie für den Ersatzneubau des Umkleidegebäudes Fördermittel aus dem „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“. Die Förderung für das Umkleidegebäude erfolgt im Falle einer Bewilligung für eine Antragstellung 2020 in Höhe von 100 Prozent und für das Jahr 2021 in Höhe von 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Damit der Antrag noch in diesem Jahr aufgenommen werden kann, muss dieser bis zum 16. Oktober bei der Bezirksregierung gestellt werden. Sollte er in diesem Jahr noch nicht berücksichtigt werden, strebe die Stadt Beverungen eine Bewilligung für das kommende Jahr an.

Hoffen auf Förderung

Bezüglich des Hallenbads erhofft sich die Stadt Beverungen eine hohe Summe an Fördergeldern, die allerdings stark vom Haushalt der Stadt abhängt. In der Regel liegt die Höhe der Bundesförderung bei diesem Programm zur Instandsetzung von Sportstätten zwischen 500.000 bis drei Millionen Euro. Der Anteil der Kommune beträgt im Grundsatz 55 Prozent, in einer Haushaltsnotlage zehn Prozent. Bislang konnte die finanzielle Notlage nicht bestätigt werden, da sich die Stadt Beverungen in der Haushaltssicherung befindet. Um den Anspruch einer erhöhten Förderquote wurde die zuständige Ministerin bereits schriftlich gebeten. Falls die Bestätigung über eine finanzielle Notlage nicht erfolgen sollte, muss die Stadt Beverungen einen Eigenanteil von 55 Prozent an dem Ersatzneubau des Hallenbades leisten, sonst betrüge der Eigenanteil der Stadt nur zehn Prozent.

Am Mittwochabend sind den Anwesenden bei der Ratssitzung erste vorläufige Zeichnungen vorgelegt worden, wie der Ersatzneubau aussehen könnte. Fest steht, dass das neue Umkleidegebäude etwas kleiner und sowohl für das Frei-, als auch für das Hallenbad genutzt wird. Weiterhin soll es auch zukünftig die Möglichkeit geben, die „Batze“ durch einen Durchgang direkt zu betreten.

Hallenbad im Osten

Die aktuellen Pläne zeigen, dass der alte Teil, der nur noch als Lagerhalle genutzt wird, verschwinden soll. Das geplante Hallenbad befindet sich in der Zeichnung derzeit östlich des bestehenden Gebäudes. Dazu müsste das Kinderbecken des Freibades verlegt werden. „Eine Sanierung des Kinderbeckens stände uns aber ohnehin in der kommenden Zeit bevor, weshalb dessen Verlegung weiter östlich kein Problem darstellt“, sagt Bürgermeister Hubertus Grimm.

Ob der Bauplan nicht im Endeffekt doch vielleicht spiegelverkehrt (mit Hallenbad im Westen) umgesetzt wird, kann noch nicht gesagt werden. „Das sind alles vorläufige Planungen, um zunächst einmal die Gesamtfläche im Blick zu haben“, heißt es in der Ratssitzung am Mittwoch.

Das neue Gebäude soll zukünftig an das Blockheizkraftwerk angeschlossen werden sowie zusätzlich über eine Photovoltaikanlage verfügen.

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