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Podiumsdiskussion am Gymnasium

Schüler in Beverungen informieren sich über Bereitstellungslager Würgassen

Beverungen

Seit mehr als zwei Jahren beschäftigt ein mögliches riesiges Atommülllager in Würgassen die Region. In Form einer Podiumsdiskussion haben sich jetzt Schülerinnen und Schüler des Beverunger Gymnasiums zu dem Thema informiert.

Podiumsdiskussion zum Atommülllager in Würgassen mit (von links) Dirk Wilhelm, Hubertus Grimm, Christian Möbius, Franz Kanne, Hannah Sopie Groffmann, Jens Bender, Sara Schiller und Lea Brings. Foto: Timo Schröder

Die BGZ (Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung) will ab 2023 auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks in Würgassen ein Bereitstellungslager für schwach- und mittelradioaktiven Abfall bauen, der aus ganz Deutschland nach Würgassen gebracht wird, um von hier das Endlager Schacht Konrad bei Salzgitter zu bedienen.

Breiter Widerstand

Der Widerstand in der Region ist groß, wenige Tage nach Bekanntgabe der Pläne gründete sich die Bürgerinitiative Atomfreies Dreiländereck, alle Stadträte und der Kreis Höxter sowie angrenzende Kreise sprachen sich gegen das Lager aus. Ein Gutachten des TÜV Nord bezweifelt inzwischen die Notwendigkeit eines solchen zentralen Lagers, es wird um Begrifflichkeiten wie Logistikzentrum, Bereitstellungslager und Zwischenlager gestritten, Bürgerinitiative und Politik fordern einen Planungsstopp.

Vielfältige Meinungsbildung

Die Schülervertretung des Gymnasiums hatte es sich nun zur Aufgabe gemacht, die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis Q2 durch eine Podiumsdiskussion zu diesem aktuellen und regionalen Thema vielfältig zu informieren und ihnen so eine Möglichkeit zur Meinungsbildung zu verschaffen. Podiumsteilnehmer waren Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm, der Vorsitzende der Bürgerinitiative „Atomfreies 3-Ländereck“ Dirk Wilhelm sowie von der BGZ als Leiter und Generalbevollmächtigter für das Logistikzentrum Konrad Jens Bender und Christian Möbius.

Nach einer kurzen Einführung in das Debattenthema leitete die Schülerin Lea Brings (Q1) als Moderatorin wortgewandt und überzeugend durch die zweistündige Debatte. Schnell entstand eine lebhafte Diskussion, die neben vielen nützlichen Informationen auch unterschiedliche Einstellungen zum Bereitstellungslager in Würgassen offenbarte. In einer weiteren Gesprächsrunde konnten die Schülerinnen und Schüler direkt Fragen an die Gäste stellen und so an der Diskussion mitwirken.

Sowohl die vier Teilnehmer der Diskussion als auch viele Stimmen aus der Schulgemeinde bezeichneten die Veranstaltung als äußerst wichtig und gelungen. Auch das Organisationsteam der Schülervertretung zeigte sich mit dem Ablauf sehr zufrieden und betrachtet sein Ziel, die Meinungsbildung der Mitschülerinnen und Mitschüler sinnvoll zu unterstützen, als erreicht an.

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