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Aufführung im Auftrag des »Kultur Rucksack NRW« in der Tanz-Fabrik Beverungen

Tanz als verbindendes Element

Beverungen (WB). Wenn Kinder fröhlich strahlen und ihre gesamte Kraft in Bewegungen legen, dann sind sie mit Freude am Tanz dabei. 15 Kinder haben dafür stundenlang trainiert und ihr Können jetzt als Teil des »KulturRucksack NRW« präsentiert.

Ellen Waldeyer

Im Auftrag des »KulturRucksack NRW« gab Diplom-Tanzpädagogin Sarah Soethe (Mitte) einen kostenlosen, zweimonatigen Hip-Hop-Workshop für Kinder zwischen zehn und 14 Jahren. Das Ergebnis zeigten die jungen Tänzer jetzt ihren Eltern. Foto: Ellen Waldeyer

Der »KulturRucksack NRW« ist eine Initiative des Landes, die auch vom Kulturland Kreis Höxter unterstützt wird. Dabei sollen Kinder zwischen zehn und 14 Jahren die kulturelle Vielfalt des Landes kennenlernen und ihre eigene Kreativität entdecken. Das sei von großer Bedeutung, da kulturelle Bildung einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben leiste, heißt es von Seiten der Initiatoren.

Kostenlose Angebote

Die Angebote des Kultur-Rucksacks sind für alle Kinder kostenlos, so dass auch Kinder aus bildungsfernen Schichten die Möglichkeit haben, ihre Kreativität auszuleben. Im Kreis Höxter sind in diesem Jahr neben dem Hip-Hop-Tanzworkshop besonders viele Kunst- und Bastelworkshops dabei. Den Kindern wird die Möglichkeit geboten, mit Weiden zu flechten (Dalhausen), zu töpfern (Beverungen) oder auch nähen zu lernen (Nieheim). Darüber hinaus gibt es auch einen Fotografieworkshop in Bad Driburg.Den Hip-Hop-Tanzworkshop in Beverungen leitete Sarah Soethe. Sie ist studierte Tanzpädagogin und hat im Februar 2018 ihre eigene Tanzschule, die Tanz-Fabrik, eröffnet. Sie unterrichtet Ballett, Zumba, Modern, Jazz und Hip-Hop für alle Altersgruppen.

Sechs Proben

Sie hat bereits im vorherigen Jahr am Kultur-Rucksack teilgenommen und sehr viel positive Resonanz erhalten. »Auch in diesem Jahr haben sich wieder 20 Kinder innerhalb kürzester Zeit angemeldet. Ich freue mich immer sehr, neue Kinder kennenzulernen«, sagt sie. Den tanzbegeisterten Kindern hat sie in sechs Proben eine Choreografie beigebracht, in die sich die Kinder mit eigenen Ideen und Anregungen einbringen konnten. Auch bei den Kostümen durften die Kinder mitbestimmen: Sie wählten die Kostümfarben schwarz und rot aus. Das Land sponsert die Kostüme, so dass jeder Tänzer sein Kostüm mit nach Hause nehmen durfte. Den Kindern, die aus den Dörfern Borgholz bis Stahle kommen, sei die Freude am Tanz das Wichtigste. Sie lernten hier aber auch neue Leute kennen und fühlten sich in der Gruppe sehr wohl. Auch der einzige Junge unter den vielen Mädchen fühlte sich nicht fehl am Platz. »Der Unterschied zwischen diesem Projekt und anderen Tanzstunden ist die Intensität«, erklärt die Tanzpädagogin. »Wir haben bei den sechs Proben zwischen zwei und drei Stunden geübt, damit die Choreografie bis zum Auftritt klappt.« Ein weiterer Unterschied sei, dass man sich bei dem Workshop weniger mit der Technik befasse, sondern der Fokus auf der Choreografie liege.

Eltern bejubeln Kinder

Von Beginn an war klar, dass das Projekt mit einer Tanzaufführung vor den Eltern enden sollte. Die Kinder arbeiteten also die ganze Zeit auf die Aufführung hin, wodurch ihre Motivation sehr groß war. Vor der Aufführung, bei der allerdings nur 15 Kinder teilnehmen konnten, waren die jungen Tänzer dann sehr nervös, aber auch voller Begeisterung, endlich zeigen zu können, woran sie so hart geprobt hatten. Die Eltern spendeten starken Beifall für den Tanz ihrer Kinder. Die Tanzaufführung war das erste Projekt des Kultur-Rucksacks in diesem Jahr. Der Hip-Hop-Tanzworkshop soll auch im nächsten Jahr wieder zur Auswahl stehen. »Wenn es das Projekt weiterhin gibt, bin ich gerne dabei«, betont die Tanzlehrerin aus Wehrden. Eine große Aufführung der gesamten Tanzschule ist in diesem Jahr für den 9. und 10. November in der Aula des Gymnasiums Beverungen geplant. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits.

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