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Vorstand legt Vertreterversammlung gute Bilanz vor

Verbundvolksbank ehrt Bernd Seibert zweimal mit Gold

Kreis Höxter/Paderborn

Trotz großer Herausforderungen wie der Bewältigung der Corona-Pandemie und der hohen Inflation blickt die Verbundvolksbank OWL weiter zuversichtlich in die Zukunft. In der ordentlichen Vertreterversammlung, die nach zwei digitalen Auflagen wieder  im Schützenhof stattfinden konnte, präsentierte Vorstandsvorsitzender Ansgar Käter den Mitgliedervertretern eine gute Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr.

Peter Gödde, Aufsichtsratsvorsitzender der Verbundvolksbank OWL, Bernd Seibert, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender, Marco Schulz, Vorstandsmitglied des Genossenschaftsverband, Ansgar Käter, Vorstandsvorsitzender der Verbundvolksbank OWL. Foto: Dietmar Flach

„Wir sind auch in diesem bemerkenswerten Jahr unter schwierigen Rahmenbedingungen weiter gewachsen und haben ein Ergebnis mit einigen neuen Bestmarken erreicht“, so Käter, der den Vertreterinnen und Vertretern den Jahresabschluss 2021 vorlegte: „Das Ergebnis liegt über unseren Erwartungen und über dem Ergebnis des Vorjahres.“

3,16 Millionen Euro Dividende für Mitglieder

Das Geschäftsjahr 2021 hat die größte Genossenschaftsbank in Ostwestfalen-Lippe mit einem Jahresüberschuss von 15 Millionen Euro abgeschlossen. Dieser Erfolg kommt auch den Mitgliedern zugute. Die Vertreterversammlung beschloss, dass die Mitglieder wie schon in den Vorjahren eine stabile Dividende in Höhe von drei Prozent erhalten sollen. Insgesamt schüttet die Verbundvolksbank OWL gut 3,16 Millionen Euro an ihre Miteigentümer aus. Im Vorjahr waren es noch rund 2,4 Millionen Euro.

Mit dem guten Ergebnis konnte die Bank außerdem ihr bilanzielles Eigenkapital weiter deutlich stärken. Es wuchs deutlich um über acht Prozent auf rund 725 Millionen Euro.

Mitgliederbasis erneut gestärkt

Stand Ende 2021 zählte die VerbundVolksbank OWL 119.625 Mitglieder – was einen neuen Höchststand in der Bankgeschichte bedeutet. Die Bank konnte im vergangenen Geschäftsjahr knapp 4800 neue Mitglieder begrüßen.

Starkes Wachstum im Wertpapierbereich

Im Rückblick auf das Geschäftsjahr 2021 hob Ansgar Käter das starke Wachstum sowohl im Kredit- als auch im Wertpapierbereich hervor. Einen neuen Rekord und ein erhebliches Wachstum verbuchte die Verbundvolksbank OWL auch bei den offenen Darlehenszusagen. Sie gingen 2021 um gut 42 Prozent nach oben.

Bilanzsumme durchbricht  die 7-Milliarden-Grenze

Gemessen an der Bilanzsumme zählt die Verbundvolksbank OWL eG weiter zu den zehn größten Volksbanken in Deutschland. Sie wuchs im Geschäftsjahr 2021 um 6,7 Prozent und überschritt damit erstmals die Marke von sieben Milliarden Euro. Die Bilanzsumme stieg auf rund 7,46 Milliarden Euro. Vorstand und Aufsichtsrat wurde für das Geschäftsjahr 2021 von den Vertreterinnen und Vertreter einstimmig Entlastung erteilt.

Abschluss der Fusion im September

Ansgar Käter sieht die Bank als starke Regionalbank gut gerüstet, auch mit Blick auf die anstehende Fusion mit der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten. Die rechtliche Fusion wird im August 2022 und die technische Fusion beider Banken im September 2022 stattfinden.

Wahlen zum Aufsichtsrat

Bei den turnusmäßigen Wahlen zum Aufsichtsrat wurden für weitere drei Jahre jeweils einstimmig in ihrem Amt bestätigt:

Petra Brinkmann, Partnerin der HWP Hinrichs & Partner mbB Wirtschaftsprüfungs-/Steuerberatungsgesellschaft, Detmold,

Michael Friemuth, Geschäftsführer der Friemuth GmbH & Co. KG, Paderborn,

Stephan Prinz zur Lippe, Rechtsanwalt und Steuerberater, Detmold,

Dr. Dirk Quest, Geschäftsführer der E.L.F Hallen- und Maschinenbau GmbH, Holzminden.

Ergänzungswahl für den Aufsichtsrat

Darüber hinaus hat die Vertreterversammlung ebenfalls jeweils einstimmig wichtige Entscheidungen zur Besetzung des Aufsichtsrates im Rahmen der anstehenden Fusion getroffen. Als heutige Aufsichtsräte der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten verstärken zukünftig den Aufsichtsrat der gemeinsamen VerbundVolksbank OWL eG:

Edeltraud Sander, Geschäftsführerin der m&s Sprossenelemente GmbH, Aufsichtsratsvorsitzende der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten,

Rainer Radine, selbstständiger Steuerberater in Brilon, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten,

Ferdinand Falke, Diplom-Ingenieur-Agrar, Beamter bei der Landwirtschaftskammer NRW,

Josef Stümmler, staatlich geprüfter Landwirt.

Zweimal Gold für Bernd Seibert

Zum Abschluss der diesjährigen Vertreterversammlung wurde Bernd Seibert, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Verbundvolksbank, für seine langjährige erfolgreiche und sehr verdiente Arbeit im Aufsichtsrat ausgezeichnet. Der Beverunger war am 17. November 2020 aus dem Aufsichtsratsgremium ausgeschieden, dass er über fünf Jahre als Vorsitzender geleitet hatte. In seiner 30-jährigen Tätigkeit als Beirat und insbesondere als Aufsichtsratsmitglied konnte er viele richtungsweisende Entscheidungen, insbesondere die Fusionen mit der Volksbank Höxter-Beverungen, der Volksbank Detmold und der Volksbank Minden begleiten. Als Anerkennung für sein Engagement für die Verbundvolksbank  erhielt Bernd Seibert gleich zwei Auszeichnungen: die „Ehrennadel in Gold des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes  (DGRV)“ sowie die „Ehrennadel in Gold der Verbundvolksbank OWL eG“.

Zu den Laudatoren des Abends gehörten Marco Schulz, Mitglied des Vorstandes des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen, Aufsichtsratsvorsitzender Peter Gödde sowie Vorstandsvorsitzender Ansgar Käter. Schulz würdigte Bernd Seibert als einen verdienten Genossenschaftler, der sein Amt vorbildhaft ausgeübt und mit großem persönlichem Engagement begeistert habe. „Sie haben einen wichtigen Teil der langen Geschichte der Verbundvolksbank OWL mitgeprägt und sind damit selber ein Stück weit ein Teil dieser Geschichte geworden“, betonte Marco Schulz. Menschen wie Bernd Seibert, die sich ehrenamtlich engagierten, seien für die Volksbanken von herausragender Bedeutung.

Im Namen der Verbundvolksbank OWL überreichte Peter Gödde die Auszeichnung. „Mit Ihrer einzigartigen Persönlichkeit haben Sie es geschafft, immer wieder die unterschiedlichsten Interessen zusammenzubringen. Ihr Rüstzeug war ein tiefes und konkretes Verständnis des genossenschaftlichen Geschäftsmodells. Sie kennen die Historie und die Region und haben beste fachliche Kompetenzen in dieses anspruchsvolle Amt eingebracht“, lobte Seiberts Nachfolger als Aufsichtsratschef.

Ansgar Käter unterstrich die Worte Göddes und hob aus Sicht des Vorstandes die sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Bernd Seibert hervor: „Dank Ihres unternehmerischen Denkens konnten viele strategische Projekte und Aufgaben erfolgreich umgesetzt werden, u.a. die Ausrichtung zur Verbundvolksbank OWL mit einer dezentralen regionalen Marktaufstellung und der Generationenwechsel im Vorstand.“

Bernd Seibert bedankte sich für die lobenden Worte und bestätigte, dass er gerne für die Verbundvolksbank  Verantwortung getragen habe. „Ich bin dankbar dafür, dass ich all die Jahre im Sinne und im Geiste des Genossenschaftswesens wirken durfte. Eine Genossenschaftsbank sollte sich immer der unabdingbaren Notwendigkeit der regionalen Nähe zu ihren Kunden bewusst sein. Das ist durch die dezentrale Aufstellung der Verbundvolksbank bereits so angelegt.“

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