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Grundschulverbund Beverungen: 700 Besucher von der „Revue kunterbunt“ begeistert

Von Aschenputtel und Piraten

Beverungen (WB). Die etwa 700 Zuschauer klatschen und erheben sich von den Plätzen. „Standing ovations“ gibt es für die 108 Kinder für ihre „Revue kunterbunt“ in der Stadthalle in Beverungen. Zum fünfjährigen Bestehen des Grundschulverbundes hatten Lehrer und Schüler des Hauptstandortes Beverungen und des Teilstandortes Dalhausen gemeinsam ein kurzweiliges Programm auf die Beine gestellt.

Astrid E. Hoffmann

Die Cheerleader rocken den Saal zum Village People-Lied „YMCA“. Es war das kleine Finale des ersten Revueteils zum fünften Geburtstag des Grundschulverbundes Beverungen. Foto: Astrid E. Hoffmann

Eigene Identitäten wahren

2013 ging es in der Bezirksausschusssitzung in Dalhausen um die Umwandlung der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Dalhausen in einen Teilstandort der GGS Beverungen, damit sollte der Fortbestand der Grundschule in Dalhausen gesichert werden. Am 1. Februar 2015 war das angestrebte Ziel erreicht und die beiden Schulen wurden zum Grundschulverbund der Stadt Beverungen. Derzeit besuchen 300 Schüler die Beverunger Schule und 129 die Schule am Teilstandort Dalhausen, den Unterricht gestalten 31 Lehrer.

Schulleiterin Birgit Riepe-Dewender übernahm die offizielle Begrüßung: „Ziel der Gründung des Verbundes war es, die Grundschule in Dalhausen zu erhalten. Wir sind in den vergangenen fünf Jahren zusammengewachsen. Es gibt viele Vorteile, aber wir versuchen auch, den Spagat zwischen der Einheitlichkeit der Schule und der Bewahrung ihrer Identitäten.“ Die beiden Theater-, die Chor- und die Flöten-

Arbeitsgruppen probten ein halbes Jahr um letztlich die fünf gemeinsamen Jahre würdig zu feiern.

Moderatoren aus dem Paket

Die Schulleiterin und ihre Konrektorin Dagmar Schmidt zeigten sich überrascht, als zwei Pakete auf die Bühne gebracht wurden. Ihnen entstiegen Lotte Giefers (Dalhausen) und Jill-Emily Steinbach (Beverungen). Sie übernahmen die Moderation und es mutete an, als sei dies ihr Hauptfach in der Schule, so professionell kamen sie herüber.

Dann füllte sich gleich die Bühne, die beiden Theater-Gruppen und der Chor sangen „What a wonderful world“. Bis zu neun Clowns, deren Kostüme ein richtiger Hingucker waren, sorgten mit kleinen gespielten Gags für unterhaltsame Zwischenspiele im Programmablauf. Der Funke der Spielfreude der Grundschulkinder sprang sofort auf das Publikum über. Die jüngsten der Flöten-AG hatten ihre allerersten Auftritt vor so einem großen Auditorium und sie waren genauso sicher im Spiel wie die älteren Flötisten.

Bürgermeister feiert 55.

Die ersten Zugabe-Rufe erklangen beim Sketch mit den drei grauen Mülltonnen. Zur Melodie „Mahnah Mahnah“ erschienen abwechselten die Köpfe der Kinder, die in den Tonnen steckten. Wirklich ein großer Spaß.

„Wenn beim Lernen oder Lehren einmal die Motivation fehlt, so können die Cheerleader wieder Schwung hineinbringen“, kündigten die Moderatorinnen den letzten Teil vor der Pause an. Der Tanz zu „YMCA“ von den Village People heizte allen ein.

Bürgermeister Hubertus Grimm nahm nach der Pause auf der Schulbank Platz und sagte in seiner kurzen Ansprache: „Die Revue zeigt, dass beide Standorte zu einer Schule verschmolzen sind.“ Er wäre lange nicht auf einem fünften Geburtstag gewesen, dabei feiere er in der nächsten Woche auch die Fünf, eine vorne und eine hinten, die doppelte Fünf sozusagen, tat er kund. Nach einem großen Lob aus seinem Mund, ging es mit Schwanensee weiter. Das Wasserballett tanzte hinter einen blauen Plane. Von „Die Schöne und das Biest“ über „Aschenputtel“ bis zu „Bär Balou“ glänzte der Chor mit einem Märchen-Medley. Trommelnd steuerten die „Piraten“ auf das große Finale zu. Nach einem weiteren Zwischenspiel der Clowns, hieß es „Rama Lama Ding Dong“. Auch der anwesende Schulrat Hubert Gockeln war begeistert und ließ über die Schulleiterin ausrichten: „Am nächsten Schultag ist Hausaufgaben frei!“ Da gab es auf der Bühne kein halten mehr. Der ganze Saal tobte.

Wenn die schulischen Angelegenheit so harmonisch, kurzweilig und perfekt erledigt werden wie diese Revue, dann wird es dem Grundschulverbund bestimmt gelingen, den Kindern ein sichere Grundlage für die kommenden Aufgaben auf weiterführenden Schule zu vermitteln.

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