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Neue Weserbrücke in Beverungen: Baufirmen stellen Zeitpläne vor

»Wir freuen uns auf diese Baustelle«

Beverungen (WB). Der Neubau der Weserbrücke in Beverungen wird konkret. Die ausführenden Firmen Echterhoff aus Osnabrück und Schachtbau aus Nordhausen sind dabei, die Baustelle einzurichten. Die Verantwortlichen haben in der Stadthalle ihre Zeitpläne vorgestellt.

Alexandra Rüther

Die Weserbrücke wird auch 2018 noch befahrbar sein, die neue Stück für Stück daneben gebaut. Am »Saloon« in Lauenförde wird eine Baustraße entlang führen. Foto: Alexandra Rüther

Seit 2014 ist Klaus Ostermann als projektverantwortlicher Ingenieur beim Landesbetrieb Straßen.NRW als Bauherr mit Entwurfsplanung, Ausschreibung und Vergabe beschäftigt, wie er am Donnerstag erläuterte. »Diese Brücke ist ein spannendes Bauvorhaben, das in der Region einzigartig wird. Wir freuen uns jetzt schon drauf«, sagte er.

Die Arbeiten sind letztendlich an eine Bietergemeinschaft gegangen: an das Bauunternehmen Echterhoff, Osnabrück, und das Stahlbauunternehmen Schachtbau, Nordhausen. »Anfang Februar haben wir die Statik bekommen, daraufhin das Angebot ausgearbeitet und am 2. Oktober den Auftrag bekommen«, sagte Günther Funke (Echterhoff) als Vertreter der Bietergemeinschaft. Er hat die Projektleitung inne, die Bauleitung vor Ort übernimmt Mathias Frie, ebenfalls Echterhoff, der sein Büro bereits im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus eingerichtet hat.

Erdbauarbeiten bis Anfang 2018

Laut Funke läuft jetzt bis etwa Januar 2018 der Erdbau, der übrigens an die Beverunger Firma Nolte vergeben wurde. Der Mutterboden wird abgetragen und zwischengelagert. Die Fläche wird geschottert, damit sie befahrbar ist. »Dann kommen Bohr- und Rammgeräte, um die Baugruben anzulegen und dann kommt die Firma Schachtbau auch schon mit den ersten Teilen und baut den Bogen«, so Funke. Die überwiegende Fertigung der Brücke erfolge in Nordhausen.

Tieflader bringen die Segmente bis zu 100 Tonnen nach Beverungen, wo sie vor Ort zusammen geschweißt werden. Weiter gehe es mit der Holzverschalung von innen, bevor die Brücke über den Fluss geschoben und der Beton von beiden Weserseiten aus eingefüllt werde.

Brücke bleibt vorerst befahrbar

Was der Projektleiter quasi in Zeitraffer erklärte, soll möglichst Ende 2019, spätestens aber im Sommer 2020 abgeschlossen sein. Die zwei Faktoren, die den Zeitplan in die Länge ziehen könnten, sind die zwei bevorstehenden Winter und mögliche Hochwasser.

»Wichtig für uns zu wissen ist, dass die Brücke auch im nächsten Jahr noch befahrbar bleibt und dass im Jahr 2019 zwar keine Autos mehr fahren können, die Brücke aber für Fußgänger und Fahrradfahrer offen bleibt«, sagte Bürgermeister Hubertus Grimm. Lediglich für die ein bis zwei Wochen, in denen die neue Brücke verschoben wird, führe kein Weg über die Weser. »Ein Schülerverkehr wird für die Zeit der Sperrung eingerichtet, so Grimm. Die Umleitung wird wie bei der Sanierung 2003/04 über Würgassen führen. Der Weserradweg im Bereich der Brücke ist bereits gesperrt, die Umleitung erfolgt über die Straße Kleines Feld und die Weserstraße.

Nutzung des Festplatzes gesichert

Die Nutzung des Festplatzes Hakel für das Schützenfest 2019 ist vertraglich gesichert, der Karneval wird allerdings von der Brückensperrung betroffen sein. Die Schifffahrt auf der Weser soll vom Brückenbau nicht beeinträchtigt werden.

Die Kosten für die neue Weserbrücke: 13,1 Millionen Euro.

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