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Die Vorsitzende des Städtepartnerschaftskomitees Rue-Borgentreich ist tot

Borgentreich trauert um Claude Cailly

Borgentreich

Claude Cailly, die Vorsitzende des Städtepartnerschaftskomitees Rue-Borgentreich in Borgentreichs französischer Partnerstadt Rue, ist tot. Die 77-Jährige erlag in der vergangenen Woche einem Krebsleiden.

Repräsentierte das Städtepartnerschafts-Komitee Rue bei offiziellen Anlässen in Borgentreich, wie hier bei der Einweihung des neu gestalteten Platzes der Stadt Rue: Claude Cailly (2. von links), zusammen mit (von links) der damaligen stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Rue, Huguette Hoiret, dem damaligen Borgentreicher Bürgermeister Rainer Rauch und dem Vorsitzenden des Borgentreicher Freundschaftsvereins, Heinrich Gabriel, ist im Alter von 77 Jahren verstorben. Foto: Freundschaftsverein für internationale Beziehungen e.V. Borgentreich

Das teilt der Freundschaftsverein für internationale Beziehungen e.V. Borgentreich mit. Dessen Vorstand ist über die Nachricht aus Frankreich sehr bestürzt. „Wir sind sehr traurig über den Tod von Claude Cailly. Über viele Jahre haben wir intensiv zusammengearbeitet. Wir werden sie sehr vermissen: ihre Herzlichkeit, ihren Humor, ihr mitunter liebenswertes Chaos“, sagt der Vereinsvorsitzende Heinrich Gabriel.

Die Städtepartnerschaft zwischen Borgentreich und Rue habe Claude Cailly viel zu verdanken. Dass es gelungen sei, nach mehrjähriger Pause den Schüleraustausch wiederzubeleben, sei vor allem ihr Verdienst.

„Nachdem sich das Collège du Marquenterre aufgrund von fehlenden Schülerzahlen außer Stande sah, den Schüleraustausch fortzuführen, hat Claude Cailly den Kontakt zum Collège Notre Dame in Rue hergestellt. Mit dieser Schule pflegt die Sekundarschule Warburg-Borgentreich seither eine lebendige Partnerschaft,“ erklärt Gabriel.

Claude Cailly war seit Anfang 2013 bis zu ihrem Tod  die Vorsitzende des Städtepartnerschafts-Komitees Rue-Borgentreich. Zuvor bekleidete sie bereits sechs Jahre lang das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden. In der Städtepartnerschaft ist sie bereits seit Jahrzehnten aktiv.

Zu Besuch in Borgentreich

Deshalb ist die ehemalige Postangestellte und Redakteurin der Tageszeitung Courrier Picard in Borgentreich keine Unbekannte: Bei offiziellen Anlässen, wie etwa dem 40-jährigen Jubiläum des Borgentreicher Stadtfests und der Einweihung des neu gestalteten Platzes der Stadt Rue im Jahr 2017, repräsentierte sie das französische Partnerschafts-Komitee.

Zum letzten Mal war sie beim Erwachsenenaustausch im Herbst 2019 in Borgentreich – wenige Monate vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Schon bevor sie offizielle Ämter im Rahmen der Städtepartnerschaft übernahm, war sie eine wichtige Säule der Partnerschaftsarbeit. So begleitete sie mehrmals Jugendliche aus Rue, die anlässlich des Jugendaustauschs in Borgentreich zu Besuch waren.

„Nach der Corona-Pandemie stellt der Tod von Claude Cailly einen weiteren Schock für die Partnerschaftsarbeit dar“, sagt Heinrich Gabriel. In Rue werde sich das Partnerschaftskomitee in der nächsten Zeit neu aufstellen. Auch die offiziellen Beziehungen zwischen den Rathäusern beider Städte sollen wiederbelebt werden.

Kontakt aufrecht erhalten

„Beides wird sicher noch etwas Zeit brauchen“, ist Heinrich Gabriel überzeugt. Dennoch werde der Borgentreicher Freundschaftsverein den Kontakt nach Frankreich nicht abreißen lassen. Derweil werde die Städtepartnerschaft durch vielfältige private Kontakte mit Leben gefüllt.

So machten sich erst kürzlich Jens und Christa Drephal auf die Reise nach Rue, um den runden Geburtstag ihrer französischen Freundin Yolande Ménager zu feiern, erklärt Gabriel. Nur kurz zuvor sei Familie Prell ebenfalls in der Picardie gewesen, um im Rahmen eines Urlaubs vier befreundete Familien zu treffen.

„Auch eine schöne Nachricht kommt in diesen Tagen aus Rue: Familie Legru, die regelmäßig bei Petra Dierkes-Vössing und Karl-Heinz Vössing in Bühne zu Gast ist, kann sich über die Geburt ihrer Tochter Eugénie freuen. Sicher demnächst die jüngste Akteurin in der Städtepartnerschaft Borgentreich-Rue“, schildert der Freundschaftsverein.

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