1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Borgentreich
  6. >
  7. Borgholz wird jeden Tag ein wenig digitaler

  8. >

DZD-Gruppe hat die neue Homepage und die Dorf-App an den Start gebracht – Schon 230 Seiten warten auf Neugierige

Borgholz wird jeden Tag ein wenig digitaler

Borgentreich

Borgentreich-Borgholz stellt sich jeden Tag ein Stückchen digitaler auf. Die völlig überarbeitete Internetseite findet viele Besucher, das Internetteam des Ortes hat sich mittlerweile gut eingespielt. Ein Erfolg, der aus dem Projekt Dorf – Zukunft – Digital (DZD) heraus erwachsen ist.

wn

Andree Gievers (Digtallotse und Redakteur, von links), Franz-Josef Wegener (Ortsvorsteher und Redakteur) Gerhard Brast (Digitallotse und Redakteur) Martina Werdehausen (Dorf-Digital Ovenhausen) und Heidrun Wuttke (Projektleiterin Dorf – Zukunft – Digital [DZD]). Foto:

Der Ort hatte sich Ende 2019 bei dem Leader-Projekt beworben. Das Ziel des Projektes ist es, 30 Dörfer aus dem Kreis Höxter fit für die digital vernetzte Zukunft zu machen. Die Borgholzer Bewerbung war erfolgreich.

Aber aller Anfang ist schwer, insbesondere in Coronazeiten. Gestartet wurde mit Online-Schulungen im ersten Lockdown und im Sommer mit Präsenzschulung der späteren Digitallotsen – auf Abstand. Bedingt durch den zweiten Lockdown musste die geplante Kick-Off-Veranstaltung mit allen, die sich in Borgholz für die Mitarbeit an dem Projekt gemeldet hatten, verschoben und später ganz aufgegeben werden.

14 Digitalexperten

Da sich das Internet-Team sich nicht real treffen konnte, musste es eben virtuell geschehen. Die Gerätschaften wurden Video-fähig gemacht und Kenntnisse für neue Software erlernt. Am 3. Dezember ging es mit der ersten Videokonferenz los.

Ein Ziel ist dabei schon erreicht worden: Die Digitalisierung innerhalb der Gemeinde, heißt es in einer Pressemitteilung weiter. In wöchentlichen „Digitalen Meetings“ wurde von einem Team von 14 sogenannten „Digitalexperten“ der Aufbau und die Inhalte für eine Dorf-Homepage gestaltet.

Der äußere Rahmen war – wie bei den anderen 29 Ortschaften auch – durch die Plattform des Fraunhofer-Institutes aus Karlsruhe vorgegeben. Um dies mit Borgholzer Inhalten zu füllen, setzt sich das DZD-Team aus den verschiedensten Vertretern örtlicher Vereine und Organisationen zusammen. Am 1. Februar ist die Borgholzer Homepage und der Dorffunk an den Start gegangen.

Homepage rege genutzt

In den ersten acht Wochen haben sich bereits mehr als 700 Nutzer die Homepage angesehen und mehr als 260 Teilnehmer haben sich die Borgholzer App (Dorf-Funk) installiert. Die Homepage besteht zur Zeit schon aus über 230 einzelnen Webseiten, in denen das Borgholzer Leben dargestellt wird.

Auf der Homepage können Besucher sehr viel über die Geschichte von Borgholz in der Dorfchronik erfahren. Fast alle Vereine sind erreichbar. Es sind bereits acht Firmen auf der Homepage präsent und die Aufnahme weiterer Firmen bildet den Schwerpunkt der Arbeiten an der Homepage in den kommenden Wochen. Außerdem wurden viele Sehenswürdigkeiten aus Borgholz und Umgebung beschrieben. „Mit ungebremstem Elan wird an der Weiterentwicklung gearbeitet – und es ändert sich fast täglich etwas“, heißt es weiter.

Der Dorf-Funk ist eine Handy-App, die dazu dient, sich digital direkt mit anderen Teilnehmern im Ort zu unterhalten. Man kann allen im Ort etwas mitteilen oder auch in Gruppen kommunizieren. Mit den Funkkanälen „Biete“ und „Suche“ können Hilfe und Unterstützung angeboten oder auch Gegenstände getauscht werden. Durch die vielen Nutzer kommt es häufiger zu Angeboten und Nachfragen.

Ausbildungsplatz per App

„So wurden bereits Sachen wie Schlittschuhe oder Babynahrung weitergegeben. Sogar ein Ausbildungsplatz wurde schon angeboten. Sehr gut eignet sich die App auch als Fundbüro-Ersatz. Gefundene Gegenstände wie Schlüssel oder Schmuck fanden bereits zurück zu ihren Besitzern“, erklären die Organisatoren.

Da auch die Neuigkeiten aus „Aktuelles“ und Veranstaltungen aus „Events“ der Borgholz-Homepage in „Dorf-Funk“ gezeigt werden, bleiben die Nutzer immer auf dem Laufenden. Auch Borgholzer, die nicht mehr im Ort wohnen, bleiben so mit der Heimat verbunden.

Das DZD-Team Borgholz freut sich natürlich schon auf die Nach-Corona Zeit. „Dann kann man endlich die geplante digitale Medien-Ecke in der Dorfwerkstatt einrichten. Diese ermöglicht den direkten Kontakt mit den Gemeindemitgliedern, die bisher digital nicht erreicht werden konnten. Es sei wichtig, so viele Borgholzer wie möglich mit zu nehmen“, heißt es.

Startseite