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Jahresgespräch von Verwaltung und Landwirten in Borgentreich

Gemeinsam für Erhalt der Zuckerfabrik

Borgentreich (WB). Beim traditionellen Gespräch zum Jahresbeginn haben sich Stadtverwaltung und Landwirte in Borgentreich über aktuelle Themen ausgetauscht. Dabei besonders heiß diskutiert: die drohende Schließung der Zuckerfabrik in Warburg.

Traditionell tauschen sich Stadtverwaltung und Landwirtschaft zu Jahresbeginn über aktuelle Themen aus und diskutieren gegenwärtige Entwicklungen. Um die Schließung der Zuckerfabrik in Warburg und das Thema Windenergie kamen sie dabei nicht herum.

Bürgermeister Rainer Rauch hatte eingeladen und konnte wieder viele lokale Landwirte, landwirtliche Ortsvereinsvorsitzende und Ortsvorsteher für das alljährliche Gespräch begeistern. Traditionell tauschen sich Stadtverwaltung und Landwirtschaft zu Jahresbeginn über aktuelle Themen aus und diskutieren gegenwärtige Entwicklungen. Der Einladung waren auch der stellvertretende Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer, Stefan Berens, sowie Antonius Tillmann als Vorsitzender des landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter und dessen Geschäftsführer Hans-Josef Hanewinkel gefolgt.

Petition für Zuckerfabrik

Ein dominierendes Thema war dabei die drohende Schließung der Warburger Zuckerfabrik. Auch hier haben sich alle Anwesenden für die Ausarbeitung eine gemeinsam verantworteten Resolution gegen die Schließung der Zuckerfabrik ausgesprochen und Bürgermeister Rauch beauftragt, die Resolution an den Aufsichtsrat der Südzucker AG weiterzuleiten.

Die Ausführungen des Kämmerers Christof Derenthal zum Haushalt 2019 wurden ebenfalls mit Interesse zur Kenntnis genommen. Naturgemäß ist für die Landwirtschaft der Ausbau einzelner Wirtschaftswege, an dem sich jedoch auch die Jagdgenossenschaften der einzelnen Stadtbezirke mit jeweils 50 Prozent (im Jahr 2019 mit einem geplanten Betrag von 53.500 Euro) beteiligen, von großer Bedeutung.

Breitbandausbau diskutiert

»Die Verfahrensweise zur Kofinanzierung der Wirtschaftswegeunterhaltung mit Jagdpachtzinseinkünften hat sich bewährt und wird auch sehr positiv von der Gemeindeprüfungsanstalt NRW gesehen«, so Bürgermeister Rauch.

Auch das Thema Breitbandausbau für außerhalb der geschlossenen Ortslage liegende Gehöfte wurde ausgiebig angesprochen und diskutiert. Möglichkeiten einer Fördermittelbeschaffung für die Erschließung von Außenbereichslagen sollen geprüft werden.

Streitthema Windenergie

Bürgermeister Rainer Rauch referierte außerdem umfänglich über das derzeit laufende Planverfahren zur Ausweisung einer Windkonzentrationszone. Er mahnte, ebenso wie Hans-Josef Hanewinkel, einen sachlichen und unaufgeregten Umgang mit dem Thema an.

»Ich wünsche mir feste Eckdaten und verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen beim Ausbau der Windenergie«, sagte Hanewinkel. Er sei sich aber bewusst, dass vorerst keine Änderung der »grundlegend schwierigen und herausfordernden Situation« zu erwarten sei.

Luftaufnahmen von Eder

Der Leiter des Kommunalunternehmens der Orgelstadt Borgentreich, Torsten Rottkamp, präsentierte Videos von den Drohenflügen entlang des Verlaufes der Eder vor und nach der Durchführung von Renaturierungsmaßnahmen. Die Aufnahmen aus der Vogelperspektive zeigen anschaulich eine deutliche Verbesserung der Gewässerstruktur. Die Maßnahme, die im Rahmen des »Bodenordnungsverfahrens Großeneder« umgesetzt worden ist, dient auch der Umsetzung der Anforderungen nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie und wird von allen Beteiligten begrüßt. Bürgermeister Rauch dankte in diesem Zusammenhang der Teilnehmergemeinschaft Großeneder, allen beteiligten Landwirten und Grundstückseigentümern sowie den Mitarbeitern der Bezirksregierung Detmold für ihren kooperativen Einsatz.

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