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Das WESTFALEN-BLATT öffnet Türen im Advent: der „Borgentreicher-Korb“ der AWO

Lebensmittelausgabe vor dem Fest möglich

Borgentreich

Das Weihnachtsfest naht und damit auch das Monatsende. „Bei vielen unserer Kunden ist dann das Konto leer. Das gilt natürlich besonders für den Dezember“, weiß Carmen Watermeyer-Fels. Umso wichtiger war es der AWO-Vorsitzenden und ihrem Helfer-Team, in diesem Monat trotz Corona die Lebensmittelausgabe zu öffnen. Mit Zustimmung des Ordnungsamtes und unter Auflagen gelingt das jetzt.

Silvia Schonheim

Carmen Watermeyer-Fels und ihr AWO-Team öffnen ein Fenster im Katharina-von-Bora-Haus. Die Lebensmittelausgabe des „Borgentreicher-Korbes“ kann unter Corona-Bedingungen stattfinden. Im November war die Ausgabe ausgefallen. Foto: Silvia Schonheim

Das WESTFALEN-BLATT wirft heute im Adventskalender einen Blick in den „Borgentreicher-Korb“. Trotz aller geltenden Beschränkungen hat das Team der AWO einen Weg gefunden, um die rund 40 bedürftigen Haushalte im Dezember mit Lebensmitteln und einem Weihnachtsgeschenk zu unterstützen. „Im März, April und im November ist die Lebensmittelausgabe leider komplett ausgefallen“, berichtet Watermeyer-Fels.

Am Freitag, 18. Dezember, öffnet sich aber nun ein Fenster im Katharina-von-Bora-Haus und die fertig verpackten Lebensmittel werden verteilt.

„Der Aufwand für die Lebensmittelausgabe unter Corona-Bedingungen ist im Vorfeld natürlich viel höher als sonst. Aber das ist es uns wert“, betont die Chefin des AWO-Ortsvereins.

Unter normalen Umständen seien 20 bis 25 Helfer einmal im Monat im Einsatz, um für den „Borgen­treicher-Korb“ Lebensmittel für Bedürftige anzubieten. „Wir bauen die von Geschäften gespendeten oder die durch Spendengelder erworbenen Lebensmittel quasi wie in einem Supermarkt auf. Jeder Kunde darf sich für seinen Bedarf Produkte auswählen“, berichtet Carmen Watermeyer-Fels. Das funktioniert in Corona-Zeiten so leider nicht.

Ausgabesystem umgestellt

„Bereits im Sommer haben wir das Ausgabesystem umgestellt und die Lebensmittel für Alleinstehende, Zwei-Personen-Haushalte oder Familien mit Kindern bedarfsgerecht abgepackt und durch ein Fenster an die Besucher gereicht“, erklärt die Borgentreicherin. Und so wird es auch am 18. Dezember laufen.

„Als Besonderheit haben wir für alle Abnehmer eine Klappbox gekauft“, sagt Carmen Watermeyer-Fels. Diese Lebensmittel-Boxen befüllen am 17. und 18. Dezember maximal zehn Helfer. „Wir werden alle FFP2-Masken tragen“, das sei eine der Auflagen des Ordnungsamtes.

Gutschein als Weihnachtsgeschenk

Neben Lebensmitteln und einer Süßigkeit für Kinder finden die Kunden als Weihnachtsgeschenk auch einen Einkaufsgutschein in der Box. „Diese Gutscheine“, so Watermeyer-Fels, „finanziert die AWO über Spenden und Mitgliedsbeiträge. So können sich die Menschen selbst aussuchen, was sie zusätzlich kaufen möchten.“

Das könnte zum Beispiel ein Festtagsbraten sein, denn den wird die AWO dieses Mal nicht beilegen. „Auch wir müssen in diesem Jahr besonders aufs Geld achten“, erklärt sie. Das Spendenaufkommen sei geringer als üblich: „Es gibt weniger Einzelspenden und manche Spenden fallen komplett weg, etwa durch den ausgefallenen Martinsumzug in Borgen­treich.“

Die Lebensmittel-Boxen können von den „Borgen­treicher-Korb“-Kunden am Freitag, 18. Dezember, zwischen 16 und 16.30 Uhr am Katharina-von-Bora-Haus abgeholt werden. „Wir haben bereits bei der letzten Ausgabe im Oktober von allen Interessierten die Namen und Adressen eingesammelt, damit wir im Notfall auch eine Auslieferung möglich machen können“, erklärt die AWO-Vorsitzende. Wer sich noch nicht für die Dezember-Ausgabe mit Namen und Adresse angemeldet hat, kann dies noch nachholen (Telefon 05643/948870).

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