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Kreiswettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft«: Bewertungskommission startet in Borgholz

Ortschaften auf dem Prüfstand

Borgentreich (WB). 24 Ortschaften der Städte Borgentreich, Warburg und Willebadessen zeigen sich in den kommenden Tagen von ihrer besten Seite. Grund dafür ist ihre Teilnahme am Kreiswettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft«. Die Bewertungskommission startete nun in Borgholz mit ihrer Begehung.

Michaela Weiße

Start des Kreiswettbewerbs »Unser Dorf hat Zukunft« (von links): Brigitte Brand, Horst-Dieter Krus, Stephan Kreye, Andrea Klädtke , Elvira Tewes, Hans-Werner Gorzolka, Wolfgang Wiechers-Wenta, Franz-Josef Wegener (Ortsvorsteher Borgholz), Josef Suermann, Jürgen Nachtigal, Michael Werner, Burkhard Gievers (Ortsheimatpfleger Borgholz) und Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch. Foto:

»Initiative und Eigenverantwortung sind die Fundamente des Zusammenlebens der Menschen. Gerade die Lebensqualität im Dorf hängt in entscheidendem Maße von dem Engagement seiner Bewohner ab«, sagte Michael Werner, Vertreter des Kreises Höxters, in seiner Begrüßungsrede. Und genau darum geht es auch bei dem Wettbewerb: Die Lebensqualität auf dem Dorf zu erhalten.

Nachhaltige Lösungsansätze präsentieren

Ziel des Wettbewerbs ist es, die vielfältigen Funktionen der Dörfer darzustellen und nachhaltige Lösungsansätze zu präsentieren, wie den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im ländlichen Raum begegnet werden kann. Und das gehe eben nur mit bürgerschaftlichen Engagement, ist sich auch Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch sicher.

Der Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« wird vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen alle drei Jahre ausgeschrieben. Als Vorentscheid führt die Abteilung Bauen und Planen des Kreises Höxter den gleichnamigen Kreiswettbewerb durch.

Nach Beverungen, Höxter und Marienmünster im Jahr 2015 sowie Bad Driburg, Brakel, Nieheim und Steinheim in 2016 sind in diesem Jahr nun Borgentreich, Warburg und Willebadessen an der Reihe.

Die Kreisbewertungskommission setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Hans-Werner Gorzolka (Kreisheimatpfleger und Sprecher der Kommission), Jürgen Nachtigal (Vertreter der Landwirtschaftskammer), Andrea Klädtke (Bezirksregierung), Brigitte Brand (Kreislandfrauenverband), Horst-Dieter Krus (ehemaliger Kreisarchivar und Heimatgebietsleiter), Wolfgang Wiechers-Wenta, Josef Suermann (von der Stadt Marienmünster als kommunaler Vertreter) sowie Stephan Kreye (Landvolkshochschule Hardehausen).

Bürgerschaftliches Engagement im Fokus

Lag die inhaltliche Ausrichtung zu Beginn des Wettbewerbs im Jahr 1961, damals hieß der Wettbewerb noch »Unser Dorf soll schöner werden«, vorwiegend auf gestalterische Kriterien wie beispielsweise Blumenschmuck, sind es heute vor allem das bürgerschaftliche Engagement und die Gesamtentwicklung des Ortes. Dazu gehören Aspekte wie Familienfreundlichkeit, der Umgang mit dem demographischen Wandel, die Verbesserung der Grundversorgung und die Integration von Neubürgern.

Der Kreiswettbewerb bietet jedem Dorf die Chance, die dortigen Kräfte und Ideen zu bündeln und die Menschen an einen Tisch zu bringen, die Zusammenarbeit der Vereine, Gruppierungen und vieler Einzelpersonen zu vertiefen und neue Gemeinsamkeiten zu schaffen. »Viele Ortschaften im Kreis Höxter haben sich bereits auf den Weg gemacht, um sich beispielsweise in Dorfwerkstätten mit den Stärken und Schwächen ihrer Ortschaft auseinanderzusetzen«, lobte Michael Werner, Leiter des Fachbereiches Umwelt, Planen, Bauen des Kreises Höxter.

Die Bewertungskommission reist bis Donnerstag, 18. Mai, durch die verschiedenen Ortschaften. Die Ergebnisse werden dann am Mittwoch, 31. Mai, um 16.30 Uhr im Info-Zentrum der Landwirtschaftskammer, Bohlenweg 3, in Brakel bekannt gegeben.

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