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Pastor Kai-Uwe Schroeter bietet auch im Jahr 2020 Reisen an

Pilgern und Wandern im Einklang

Borgentreich (WB). Pilgern ist populär. Doch die wenigsten Menschen haben Zeit, beispielsweise den Jakobsweg sechs Wochen lang am Stück zu laufen. Daher hat der evangelische Pastor Kai-Uwe Schroeter versucht, die spirituellen Elemente des Pilgerns mit den traditionellen Aspekten des Wanderns zu verbinden.

Kai-Uwe Schroeter blickt vom Kramerspitz auf Garmisch, dem Ziel seiner jüngsten Reisen. Auch im kommenden Jahr bietet der Geistliche aus Borgentreich wieder Reisen an, in denen Wandern und Pilgern eine Einheit bilden. Informationen gibt er per E-Mail.

Spätestens seit dem Buch von Hape Kerkeling »Ich bin dann mal weg« und seinen Erfahrungen auf dem Jakobsweg wird das Pilgern von immer mehr Menschen als Chance gesehen, einmal abzutauchen. Kai-Uwe Schröter bietet Tagestouren in entspannter Atmosphäre an und kreiert diese zu neuen Pilgerwegen.

Körper und Seele atmen auf

Unlängst ist er mit einer Gruppe aus dem Altkreis Warburg in Garmisch gewesen. Ein solcher Wanderpilgerurlaub ist von Kai-Uwe und Bettina Schroeter auch im kommenden Jahr geplant. Informationen gibt er unter E-Mail kaiuweschroeter@gmail.com .

»Jeder weiß, wie viele positive Effekte das Wandern hat. In der richtigen Umgebung, bei angemessener körperlicher Bewegung, atmen Körper und Seele auf. Wandern ist eine gesundheitliche Therapie, die Schäden von Körper und Seele heilen kann, und eine Prävention, die helfen kann, unsere Gesundheit zu erhalten«, berichtet er.

Wanderer entscheiden selbst

»Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die symbolische Bedeutung eines Weges nicht auf die historischen Pilgerwege begrenzt ist. Was Bedeutung für mich gewinnt, entspringt aus mir selbst. Ob ein Ort für mich heilig ist, also mit einer besonderen Gotteserfahrung verknüpft ist, entscheide ich für mich selbst.«

Manchmal geschehe dies in Übereinstimmung mit den Empfindungen anderer Pilger – und so entstünden gemeinsame Pilgerwege. »Es kann aber auch sein, dass ich ganz für mich persönlich Wege und Orte entdecke, die ich dann auch gern wiederholt gehe. Ich lege Wert auf die Natur, die Schönheit des Weges und spirituelle Motive«, sagt Kai-Uwe Schroeter.

Kleine Bibel im Gepäck

Jeder Pilger könne seinen eigenen Pilgerweg erfinden. Er müssen nur offen sein für die Dinge, die ihm begegnen können und die ihm bei seinem Nachdenken über seine Beziehung zu Gott förderlich sind. Letztlich unterscheide den Pilger vom einfachen Wanderer seine innere Haltung beim Gehen. Der Pilger öffne sich beim Wandern für die Suche nach Gott und dem Sinn des Lebens.

»Als gläubiger Mensch habe ich zusätzlich meinen Schatz an geistlichen Texten und Gebeten. Ich nehme eine kleine Bibel mit auf den Weg, meditiere in Pausen über Texte, spreche alte, bekannte Gebete oder formuliere neue Gebete in meinem Herzen«, beschreibt Schroeter: »Nicht nur meine physische Kraft wächst, sondern auch die psychische. Für mich persönlich kann ich sagen: ich bin Gott auf jedem meiner Wege begegnet«, beschreibt Kai-Uwe Schroeter seine Empfindungen beim Pilgern und Wandern.

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