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NRW-Umweltministerin lobt Umsetzung des Projekts bei Großeneder

Renaturierung offiziell beendet

Großeneder (WB). Die Renaturierung der Eder bei Großeneder ist offiziell abgeschlossen. Zu einem Festakt reiste am Donnerstag NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser in die Börde.

Daniel Lüns

Über das Ende der Maßnahme freuen sich (von links): Hubertus Fehring (ehemaliger Landtagsabgeordneter), Lutz Kunz (Abteilungsleiter Umwelt, Arbeitsschutz; Bezirksregierung Detmold), Maria Hördemann (Ortsvorsteherin Großeneder), Matthias Goeken MdL, Ursula Heinen-Esser (NRW-Umweltministerin), Landrat Friedhelm Spieker und Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch. Foto: Daniel Lüns

Die Ministerin lobte die Umsetzung des Projektes – auch wenn dies einige Jahre gedauert habe. »Dass es zwischendurch gehakt hat, das hat sich bis ins Ministerium herumgesprochen«, sagte sie mit einem Augenzwinkern. »Aber das zeigt auch, wie aufwendig diese Aufgabe ist.«

EU-Wasserrahmenrichtlinie mit Leben gefüllt

So eine Renaturierung bringe schließlich auch Flurbereinigungsverfahren, Flächenzukäufe oder auch Genehmigungsprozesse mit sich. »Aber es ist ein schönes Beispiel dafür, wie die EU-Wasserrahmenrichtlinie mit Leben gefüllt wird«, ergänzte die NRW-Umweltministerin.

50.000 Kilometer an Bächen und Flüssen in Nordrhein-Westfalen seien nicht so natürlich, wie sie es sein sollten. Die Gewässer seien im Laufe der Jahre zum Beispiel begradigt und eingeengt worden. Dies zu korrigieren dauere seine Zeit: »Gewässerschutz ist eine Generationenaufgabe.«

Lebensraum für die Tierwelt schaffen

Und zwar eine wichtige. Denn die renaturierten Bereiche seien nicht nur für den Hochwasserschutz vonnöten, sie schafften auch Lebensraum für die Tierwelt. »Wir geben aus meinem Haushalt daher jährlich 80 Millionen Euro für Renaturierungen aus«, sagte Heinen-Esser.

»Es ist ein schönes Gebiet entstanden, in dem Natur erlebt werden kann«, sagte Matthias Goeken MdL zur Umsetzung der Ederrenaturierung. Auch Friedhelm Spieker, Landrat des Kreises Höxter, lobte die Maßnahmen. »Wenn viele Interessenten an einem Strick in eine Richtung ziehen, dann kann es nur gelingen«, sagte Spieker.

500 Kilometer Fließgewässer im Kreis bereits renaturiert

Auch kreisweit arbeite man daran, Flüssen und Bächen wieder ihre alte Gestalt zurückzugeben. 1200 Kilometer Fließgewässer gebe es im Kreis, 500 Kilometer davon seien seit dem Jahr 2008 in 44 Gewässern renaturiert worden. »Ich denke, dass kann sich sehen lassen«, sagte Spieker.

Rainer Rauch, Bürgermeister der Stadt Borgentreich, dankte allen, die bei der Umsetzung des Projektes beteiligt gewesen waren. Vor allem Hubertus Nolte, der vor Kurzem verstorbene Ortsvorsteher von Großeneder, und seine Nachfolgerin Maria Hördemann hätten sich sehr für die Renaturierung eingesetzt.

Bernd Schackers vom UIH Planungsbüro aus Höxter stellte den Anwesenden noch einmal das Projekt vor. »Der Grundstein zur ökologischen Verbesserung ist gesetzt«, sagte er. »Wir haben das Initial gesetzt. Nun muss die Natur weiterarbeiten.« Etwa durch Hochwasserphasen werde sich das Areal gewollt verändern.

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