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Geste der Zusammengehörigkeit: Schützen aus Borgentreich-Körbecke verteilen Pils

Sechser-Pack für jeden Haushalt

Borgentreich (WB/aho). Ein Pfingsten ohne Schützenfest, dass es so etwas geben kann, hatten auch die Schützen aus Borgentreich-Körbecke nicht erwartet. Die Corona-Pandemie lässt keine Feier zu. Doch die Körbecker trotzen der Krise und haben sich an Pfingsten eine ganz besondere Geste einfallen lassen.

Der Vorsitzende des Heimatschutzvereins, Andre Brinkmann (von links), Adjutant Michael Evers, der amtierende König Thomas Redeker und Oberst Ulrich Redeker haben Warburger Bier besorgt und verteilen es am Samstag an die Körbecker. Foto: Astrid E. Hoffmann

Pils und ein Anschreiben

„Selbst 2003 und 2017, als wir keinen König hatten, wurde gefeiert“, erinnert sich Oberst Ulrich Redeker. Vor 17 Jahren hatten sich dabei ehemalige Königinnen und Könige in Kleid und Anzug geschwungen und den Festzug „geschmückt“. Ausgefallen waren die Schützenfest wie in den meisten Orten nur zu Zeiten der Kriege.

Nach der Absage des Schützenfestes 2020 bittet der Vorstand des Heimatschutzvereins nun die Bevölkerung, ihre Häuser zu beflaggen, so dass ein wenig Festlichkeit im Dorf herrscht. Etwas ganz Besonderes haben sich die Verantwortlichen auch noch ausgedacht: Am Samstagmorgen wird der amtierende König Thomas Redeker mit seinem als „Einsatzwagen“ bekannten Fahrzeug und der Hilfe seines Bruders, Oberst Ulrich Redeker, sowie unterstützt von Adjutant Michael Evers Warburger Pils und ein kleines Anschreiben im Dorf verteilen.

König geht in die Geschichte ein

„Jeder Haushalt bekommt ein Sechser-Pack, damit können sich Nachbarn dann auf Abstand zuprosten“, berichtet Vorsitzender Andre Brinkmann. „Es ist für uns eine Geste der Zusammengehörigkeit und auch eine Starthilfe für 2021. Dann können wir hoffentlich wieder alle in der Halle und zum Festzug an den Straßen begrüßen“, ergänzt Oberst Ulrich Redeker.

Mit wenig Aufgaben, aber eben zweijähriger Amtszeit wird Thomas Redeker (21) mit seiner Königin Franka Hahues (20) aus Peckelsheim in die Vereinsgeschichte eingehen. Gern hätte das Paar nun einer neuen Majestät zugejubelt, wie wohl alle Schützen. So wird es eher ein ruhiges Pfingstfest werden und die beiden angehenden Erzieher können sich noch intensiver auf ihre Abschlussprüfungen in zwei Wochen vorbereiten.

Ehrungen werden nachgeholt

Ohne Fest gibt es auch keine Ehrungen. Die langjährigen Schützen sollen 2021 mit den dann zu ehrenden Kameraden am Schützenfestsamstag ihre Auszeichnung erhalten. Die Ehrung der Jubelpaare – vor 40 Jahren regierten Peter Lenz und Gisela Ischen und vor 25 Jahren Roland und Michaela Scherf – wird ebenfalls auf das nächste Jahr verschoben. Diese soll dann wie gewohnt an Pfingstsonntag erfolgen.

„Wir müssen in diesen Zeiten noch enger zusammenstehen, auch wenn es derzeit nur mit Abstand geht. Daher verteilen wir den kleinen Trunk und hoffen auf ein Schützenfest 2021“, bekräftigt Ulrich Redeker.

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