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Großeinsatz mit 120 Feuerwehrleuten in Borgentreich-Natingen – Bewohner bei Brand nicht zuhause

Wohnhaus im Ortskern brennt aus

Borgentreich-Natingen

Großeinsatz im Ortskern von Borgentreich-Natingen: Im Obergeschoss des Wohnhauses Dorfstraße 9 ist am späten Donnerstagabend ein Brand ausgebrochen. Nachbarn meldeten das Feuer gegen 23 Uhr. Etwa 120 Feuerwehr-Einsatzkräfte bekämpften die Flammen und setzten alles daran, ein Übergreifen auf die zugehörigen Stallungen zu verhindern. Menschen waren zum Glück nicht im Haus.

Von Sabine Robrecht

Großbrand in Natingen: 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Foto: Michael Robrecht

Dieser letzte Abend des Jahres stand in Natingen unter keinem guten Stern. Bei zweistelligen Temperaturen und starkem Wind loderten Flammen aus dem Obergeschoss des Hauses nahe der Kirche. Ein Anwohner der Straße sagte, er habe explosionsartige Geräusche gehört und sei wegen des Knalls vor die Tür gegangen. Gesehen habe er aber nichts. Als die Nachbarn von gegenüber das Feuer entdeckten, stand das Haus nach Auskunft der Polizei bereits im Vollbrand.

Eine junge Frau, die darin wohnte und das Haus im Tagesverlauf verlassen hatte, eilte eine gute Stunde nach Ausbruch des Feuers zum Ort des Geschehens und stand fassungslos vor dem ausgebrannten Gebäude. Sie schaute in tiefschwarze Fensterhöhlen, musste mit ansehen, wie Rauch emporstieg, und wendete sich verzweifelt an die Polizeibeamten vor Ort. Die Feuerwehr war zu dem Zeitpunkt dabei, ein Übergreifen auf die leerstehenden Stallungen hinter den Wohnhaus zu verhindern.

Borgentreichs Stadtbrandmeister Sebastian Göke leitete den Großeinsatz inmitten des Dorfes. Als die Brandschützer eintrafen, stand das erste Obergeschoss zur Straße hin in Flammen. „Fensterscheiben zerplatzten. Das Feuer hatte sich im Dachstuhl ausgebreitet und drohte auf die Stallungen überzugreifen“, berichtete der Einsatzleiter in der Nacht vor Ort. Sobald die zwei angeforderten Drehleitern eingetroffen waren, öffneten die Wehrleute den Dachraum, um zu verhindern, dass die Stallungen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Die anfängliche Vermutung, dass jemand im Haus ist, bewahrheitete sich nicht. Die Räume im Erdgeschoss sollen dem Vernehmen nach auch bewohnt gewesen sein. Die Mieter waren aber auch nicht zuhause.

In Natingen hatte sich die Brandkatastrophe schnell herumgesprochen. Einige Menschen standen geschockt am Straßenrand. Bei allem Unglück waren sie erleichtert darüber, dass niemand verletzt worden ist. Den Einsatzkräften sprachen sie Dank und Anerkennung für ihr beherztes und umsichtiges Handeln aus.

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