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Erste Impfdosen für die KHWE: Bewohner und Mitarbeiter des Seniorenhauses in Bökendorf geimpft

86-Jährige bekommt ersten Pieks

Brakel-Bökendorf

Die Prozedur selbst dauert nur wenige Sekunden. Ein Pieks. Fertig. „Eigentlich wollte ich ‚Aua‘ rufen, wenn es weh tut. Hat es nun aber gar nicht“, sagt Marianne Drews und lacht erleichtert.

wn

Marianne Drews ist mit 86 Jahren die erste Bewohnerin des Seniorenhauses der KHWE in Bökendorf, die von Dr. Rüdiger Micus gegen das Corona-Virus geimpft wird. Einrichtungsleiter Oliver Surmann kümmert sich an diesem Tag um den reibungslosen Ablauf vor Ort. Foto: KHWE

Die 86-Jährige ist die erste Bewohnerin des St.-Josef-Seniorenhauses der KHWE in Bökendorf, die die Corona-Impfung erhalten hat – nach Weihnachten das größte Geschenk für sie.

Pünktlich um 8.15 Uhr am Vormittag stoppt der Kühltransporter vor der Einrichtung an der Dreizehnlindenstraße in Bökendorf. Einrichtungsleiter Oliver Surmann nimmt die Styropor-Kiste mit den Impfdosen entgegen. „Endlich können wir loslegen, wir haben für unsere Bewohner und Mitarbeiter alles vorbereitet“, sagt Surmann und kümmert sich um die entsprechende Kühlung der Ampullen. Mit einem digitalen Thermometer wird der Impfstoff, der zwischen zwei und acht Grad Celsius für wenige Stunden zwischen gelagert werden muss, penibel überwacht.

80 Personen werden geimpft

Sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen, das stand für Marianne Drews von Anfang an fest. „Was sein muss, muss sein. Vor allem wenn es mir dabei hilft, ein paar Tage länger leben zu können“, sagt die gebürtige Brakelerin und hofft gleichzeitig, dass sich möglichst viele Menschen für die Spritze gegen das gefährliche Virus entscheiden.

Mehr als 80 Bewohner und Mitarbeiter des St.-Josef-Seniorenhauses werden an diesem Tag innerhalb weniger Stunden mit der Corona-Impfung versorgt. Dafür zuständig ist Dr. Rüdiger Micus, der dafür extra mit einem vierköpfigen Team in Bökendorf angerückt ist. „Wir alle haben die Hoffnung, die Pandemie damit eindämmen zu können“, sagt er.

Für die Impfung besucht der Arzt jeden Bewohner auf seinem Zimmer, für die Mitarbeiter wurde im Seniorenhaus ein Impfzentrum im Miniformat, ein Pflegestützpunkt, eingerichtet. Direkt nach einem Schnelltest, der natürlich negativ sein muss, erfolgt der Pieks. Pro Impfung benötigt Dr. Micus etwa fünf Minuten.

Kühlung der Impfdosen ist nicht ganz einfach

„Es hat alles reibungslos geklappt“, zieht Einrichtungsleiter Oliver Surmann im Anschluss ein positives Fazit. In drei Wochen wiederholt sich die Prozedur für die zweite Impfung allerdings noch einmal. Surmann: „Dafür sind wir bestens vorbereitet. Auch wenn die Kühlung der Impfdosen nicht ganz einfach ist, so wissen wir jetzt, wie es funktioniert.“

Das St.-Josef-Seniorenhaus in Bökendorf ist die erste Einrichtung der Hospitalvereinigung, die mit dem Corona-Impfstoff beliefert wurde. In den kommenden Tagen werden die Bewohner und Mitarbeiter der vier weiteren Seniorenhäuser in Beverungen, Brakel, Höxter und Steinheim geimpft.

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