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Vor 30 Jahren zum Priester geweiht: Ehemaliger Personalchef im Generalvikariat verzichtet auf Kapitelsitz

Andreas Kurte als Pfarrer von Brakel installiert

Brakel

Monsignore Andreas Kurte (57) ist am Dienstag in der Krypta des Paderborner Domes von Generalvikar Alfons Hardt als neuer Pfarrer der Pfarrei St. Michael und St. Johannes Baptist Brakel installiert worden.

Monsignore Andreas Kurte (links) ist von Generalvikar Alfons Hardt als neuer Pfarrer von Brakel installiert worden. Foto: pdp

Der bisherige Leiter des Bereiches Pastorales Personal im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn kehrt auf eigenen Wunsch in die Pfarrseelsorge zurück.

Er verzichtet aufgrund dessen als bisheriger residierender Domkapitular in Paderborn auf seinen Kapitelsitz. Monsignore Kurte übernimmt mit seiner neuen Aufgabe die Leitung des Pastoralen Raumes Pastoralverbund Brakeler Land.

Andreas Kurte wurde am 2. Juni 1990 in Paderborn zum Priester geweiht – damit fällt das Datum seiner Installierung als neuer Pfarrer in Brakel einen Tag vor den Jahrestag seiner Priesterweihe. Kurte kann auf ein über 30-jähriges Wirken als Priester zurückblicken: Nach Stationen in Lügde, Hagen und Opherdicke übernahm er 2003 die Leitung des Pastoralverbundes Höxter. Ab 2006 war er zudem Dechant des Dekanates Höxter. Im Mai 2008 kam er als Verantwortlicher für das Pastorale Personal im Erzbistum Paderborn ins Erzbischöfliche Generalvikariat. Mit seinem Wechsel nach Brakel kehrt er jetzt in sein früheres Dekanat Höxter zurück, mit dem Kurte viel verbindet. So hat er beispielsweise 2017 ein Buch über „Die Äbte, Fürstäbte und Fürstbischöfe von Corvey“ geschrieben.

Ort der Identifikation

Traditionell findet die Einführung in das Amt eines Pfarrers einer Gemeinde im Erzbistum Paderborn am Grab des heiligen Liborius in der Krypta des Paderborner Domes statt. „Dies ist ein Ort der Identifikation für unser ganzes Erzbistum“, erklärte Generalvikar Alfons Hardt. Andreas Kurte sei in Paderborn groß geworden und mit dem heiligen Liborius verwurzelt. „Möge diese Verbundenheit bestehen bleiben, auch wenn du uns nun räumlich verlässt“, so der Generalvikar. Zum ersten Mal in der Geschichte des Paderborner Domkapitels verzichte ein residierender Domkapitular auf seinen Kapitelsitz, „um seiner Sehnsucht zur Seelsorge zu folgen und zu tun, wozu er sich berufen fühlt“, führte Generalvikar und Domdechant Alfons Hardt weiter aus.

Jesus-Beziehung als Kraft-Quelle

In einer Zeit, in der viele Priester angesichts der sich rasant ändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen „in ihrem Dienst und ihrer Berufung verunsichert“ seien, könne die persönliche Beziehung und das Gespräch mit Jesus die „Quelle der eigenen Kraft“ sein. „Kirche muss für alle Menschen da sein, nicht nur für Insider“, sagte Generalvikar Hardt zum Abschluss seiner Ansprache an Andreas Kurte gerichtet: „Du bist den Menschen immer nahe gewesen. Das wünsche ich dir auch in deiner neuen Aufgabe.“

Glaubensbekenntnis und Eid

Als fester Bestandteil der Pfarrerinstallierung sprach Pfarrer Andreas Kurte im Anschluss an die Ansprache von Generalvikar Alfons Hardt das Glaubensbekenntnis und legte seinen Eid ab: Er versprach, in den ihm übertragenen Pfarrgemeinden den Gottesdienst zu feiern und die Sakramente zu spenden. Mit den abschließenden Worten „indem ich Ihnen mein Birett aufsetze, übertrage ich Ihnen das Amt des Pfarrers dieser Gemeinde mit allen Pflichten und Rechten“, installierte Generalvikar Hardt den neuen Pfarrer offiziell.

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