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Erster Mittsommer-Ball der DJK »Adler 1920« Brakel begeistert mehr als 160 Tanzfreunde

Bis die Sohlen glühen

Brakel (WB). Zugegeben, der »Mittsommer-Ball« der DJK Brakel hatte am Samstagabend mächtig Konkurrenz: WM-Spiel, Schützenfeste, Abiball. Dennoch füllte sich die Stadthalle dann ziemlich fix – und das Tanzparkett sowieso.

Timo Gemmeke

Tanzen bis in die frühen Morgenstunden: Beim ersten Mittsommerball der DJK Brakel haben – wie auch dieses Paar – viele Tanzbegeisterte auf dem Parkett der Brakeler Stadthalle Spaß. Mehr als 160 Besucher sind dabei. Foto: Timo Gemmeke

Sport mit Zukunft

Paartanz ist überhaupt nicht mehr angesagt, besonders beim Jungvolk – soweit das Klischee. Dass dem überhaupt nicht so ist, das hat am Samstag der erste Mittsommmerball der DJK »Adler 1920« Brakel bewiesen. In der Stadthalle ließen nicht nur eingefleischte Tänzer die Sohlen glühen, sondern auch ein motivierter und gleichzeitig talentierter Nachwuchs.

Darunter waren auch zwei besonders junge Paare: Frederike Schoppmeier mit Jona Otte-Witte und Justin Schultz mit Theresa Mosig. Die 17-Jährigen hielt es schon zu Beginn des Abends nicht lange auf den Stühlen – und das sogar ohne modernen Elektro-Sound.

Anstattdessen lieferte die »No Limit«-Band aus Warburg stimmige Livemusik – nicht zu laut, nicht zu leise und perfekt zum Tanzen. »Wir haben die Band bewusst gewählt« sagte Birgit Rauchmann, Leiterin der Tanzabteilung. Genau abgestimmt auf das Fußtreiben der Ballgäste lieferten »No Limit« Rumba, Cha-Cha-Cha und Jive – und auch sonst alles, was das Tänzerherz begehrt. »Und das sogar mit Ansage!«, schwärmte Rauchmann für das Trio, das in der Kernbesetzung schon seit 1980 gemeinsam Musik macht.

Zwischen Shuffle und Rumba

Etwas moderner tönte es dann aber doch noch aus den Boxen, als »ExeQtive« aus Paderborn Augen und Ohren auf sich zogen. Die Hip-Hop-Formation um Coach Benny Bordfeld brachte urbanen Stil auf die Tanzfläche; Breakdance und Shuffle statt Walzer und Tango.

Letzterem fröhnten dafür die Latein-Profis Evelyn Müller und Boris Kukalow vom TSC Blau-Weiß Paderborn, die als zweiter Showact geladen waren. Das Paar tanzt seit 12 Jahren zusammen und steht aktuell vor dem Austieg in die S-Klasse, die höchste deutsche Klasse überhaupt – was selbst Laien ihrem Paso Doble und und Rumba ansehen konnten.

Dass aber auch die DJK auf dem Parkett eine gute Figur macht, das haben die knapp 70 Mitglieder ihrem Coach Martin Ellermann zu verdanken. Seit 26 Jahren trainiert er Tanzbegeisterte aus Brakel und Umgebung, mittlerweile drei verschiedene Abteilungen. »Ohne ihn wär das alles nicht möglich«, dankte Rauchmann stellvertretend für die Gäste im Saal.

Damit der im nächsten Jahr mindestens genau so voll wird, haben die Veranstalter bereits vorgesorgt: Stadthalle und Band sind gebucht, damit am 22. Juni 2019 wieder getanzt werden kann.

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