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Regenerative Energie liefert mehr als drei Viertel des Stromverbrauchs

Brakel besser als der Bund

Brakel (WB). Leonie Riekschnietz, Kommunalreferentin bei Westfalen Weser Netz, hat den Energiebericht für die Stadt Brakel an Bürgermeister Hermann Temme übergeben.

Klimamanager Hendrik Rottländer, Leonie Riekschnietz, Hermann Temme, Andreas Schneider (EAM), Michael Meyer (Geschäftsführer Biogasanlage) und Peter Frischemeier als allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters bei der Übergabe. Foto: Stadt Brakel

Wie bereitet sich die Region für die Smart City der Zukunft vor? Wie hoch ist der Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in Brakel? Und wie viel klimaschadendes CO

wird durch den regenerativ erzeugten Strom vermieden? Der regionale Netzbetreiber Westfalen Weser Netz hat im Energiebericht 2019 umfangreiches Datenmaterial aufbereitet, um diese und viele andere Fragen rund um die digitalisierte Zukunft zu beantworten.

Umfangreiches Material

Im Energiebericht hat Westfalen Weser Netz wieder zahlreiche Daten und Fakten zur erneuerbaren Stromproduktion in Deutschland, im Netzgebiet von Westfalen Weser Netz, im Kreis Höxter und in den Kommunen des Kreises zusammengestellt. In Brakel (WWN-Netzgebiet: Beller, Bellersen, Bökendorf, Brakel, Erkeln, Hembsen, Istrup, Rheder, Riesel, und Schmechten) wurden in 2018 mehr als 62.000 Megawattstunden (MWh) Strom genutzt.

Im EAM versorgten Gebiet (Siddessen, Gehrden, Frohnhausen, Auenhausen und Hampenhausen) lag der genutzte Strom bei 6000 Megawattstunden. EAM Regionalvorsitzender Andreas Schneider erklärte, dass die Stadt Brakel die Klimaschutzziele der Bundesregierung für 2030 bereits jetzt erreichen konnte.

Klimaschutzziele

Insgesamt wurden etwa 52.300 MWh im gesamten Stadtgebiet aus regenerativen Energiequellen erzeugt, das sind mehr als dreiviertel – rund 77 Prozent – des verbrauchten Stroms.

Den überwiegenden Anteil macht dabei die Biomasse mit 41 Prozent aus, gefolgt von Photovoltaik mit rund 26 Prozent. Wasserkraft und Windenergie spielen in diesem Zusammenhang nur eine untergeordnete Rolle.

Durch die Einspeisung regenerativer Energien im Jahr 2018 wurden in der Nethe-Stadt fast 31.000 Tonnen CO

-Emissionen vermieden, was einer Vermeidung pro Einwohner von mehr als anderthalb Tonnen CO

entspricht.

Ein Ergebnis, das nicht zuletzt Bürgermeister Hermann Temme freut. „Auch die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt tragen so ihren Teil zur Schonung der Umwelt und zur Einsparung von fossilen Brennstoffen bei. Die Summe der daraus resultierenden CO

-Vermeidungen ist für eine Stadt wie Brakel beeindruckend. In unserer landwirtschaftlich und touristisch geprägten Region ist das eine Entwicklung, die ich sehr begrüße. Deshalb wollen wir diesen Weg selbstverständlich weiter gehen“, so Bürgermeister Temme abschließend.

Weg weiter gehen

Die Übergabe des Energieberichtes erfolgte aktuell an der Biogasanlage Meyer im Brakeler Märsch. Geschäftsführer Michael Meyer berichtete, diese Anlage sei bereits im Jahr 2010 ans Netz gegangen. Zwischenzeitlich konnten das Sommerbad, Hallenbad, Schulzentrum und die Wohneinheiten im Bereich der ehemaligen Molkerei an die Anlage angeschlossen werden. Rund 4,8 Millionen Kilowattstunden Strom und auch Wärme können so jährlich produziert werden.

In dem etwa 20 Seiten langen Energiebericht wird auch ausführlich über Möglichkeiten und Herausforderungen der digitalen Zukunft berichtet. Nach Einschätzung von Westfalen Weser Netz wird die Smart City im Vergleich zu herkömmlichen Städten nicht nur fortschrittlicher, sondern auch effizienter und nachhaltiger sein. Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien kommen so zum Einsatz, dass Ressourcen geschont werden, sich die Lebensqualität aller Bewohner erhöht und die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt sowie der ansässigen Wirtschaft steigt.

Digitale Zukunft

„Wir sehen uns dabei als Partner der Kommunen und bieten uns als lokaler Infrastrukturmanager an. Denn wir verfügen über die notwendige Erfahrung in der Erfassung und Zustandsbewertung von Infrastruktur sowie über umfangreiche Kompetenzen in der Assetplanung“, betonte Leonie Riekschnietz, Kommunalreferentin bei Westfalen Weser Netz, bei der Übergabe des Energieberichts.

Der Energiebericht für Brakel kann per E-Mail an energiebericht@ww-energie.com kostenlos angefordert werden.

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