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Erster Spatenstich für Umbau auf dem Gelände am Bredenweg

Bürger gestalten Spielplatz mit

Brakel (WB/fsp). In einer Döner-Bude hat Sabrina Averkamp im Juni vergangenen Jahres Bürgermeister Hermann Temme darauf angesprochen, ob man nicht die Spielplätze in Brakel attraktiver gestalten könnte. Zuvor hatte sie in einer Facebook-Gruppe gefragt, ob Interesse an dem Thema besteht und war auf große Resonanz gestoßen.

Tim Lütkemeier (vorn links) und Peter Frischemeier (vorn rechts) zeigen den Plan des Platzes, während Christoph Rustemeyer (hinten von links), Sabine Averkamp, Bürgermeister Hermann Temme und Georg Tegetmeier den ersten Spatenstich setzen. Foto: Frank Spiegel

Am Donnerstagmorgen hat sie zusammen mit Bürgermeister Hermann Temme, Christoph Rustemeyer vom Bauamt und Georg Tegetmeier vom ausführenden Bauunternehmen den ersten Spatenstich für den Umbau des Geländes gesetzt.

Eltern einbeziehen

Um die Eltern mit einzubeziehen, hatte Hermann Temme im November den ersten Brakeler Spielplatz Workshop ins Leben gerufen. „Es war mir sehr wichtig, die Wünsche und Anregungen der Eltern und Kinder in die weiteren Planungen mit einfließen zu lassen“, erklärt der Bürgermeister, der über die Resonanz der Elternbeteiligung an den Workshops sehr erfreut ist.

In dem ersten Workshop informierte Christoph Rustemeyer die rund 20 Eltern und anwesenden Ratsmitglieder über die aktuelle Situation im Stadtgebiet Brakel. Die Stadt unterhält derzeit 39 Spielplätze und neun Bolzplätze. Da die Aufwendungen für die Spielplätze aktuell ermittelt wurden, konnte den Eltern ein sehr umfangreicher Einblick in die Spielplatzstruktur gewährt werden.

Die Spielplätze der Stadt Brakel verursachen Kosten in Höhe von rund 190.000 Euro pro Jahr, was einem Anteil von etwa 100 Euro pro Kind im „Spielplatzalter“ entspricht. Da der Bau und die Unterhaltung von Großspielgeräten finanziell nicht realisierbar ist, wurden folgende Verbesserungswünsche seitens der Eltern vorgebracht:

Da die Spielplätze durch Aluminiumspielgeräte und pflegeleichten Rasenflächen sehr „aufgeräumt“ und „steril“ wirken, wurde vorgeschlagen, auf den Spielplätzen mehr Sträucher und Büsche anzupflanzen.

Turm kommt 2021

Der Spielplatz am Bredenweg soll zum Familienspielplatz erweitert werden. Ziel dieser Aufwertung ist es, dass möglichst alle Altersgruppen diesen Bereich nutzen können und zudem ausreichende Sitzmöglichkeiten für Eltern und Großeltern vorhanden sind. In einem weiteren Workshop wurden die Ideen konkreter, als die Landschaftsarchitektin Anja Multhaup detaillierte Pläne vorstellte.

Der vom Bauausschuss beratene Entwurf für die Aufwertung des Spielplatzes am Bredenweg sieht folgende Details vor: Bau einer Kleinkindschaukel, Bau einer Matschanlage, Montage von Springplatten, Aufbau eines neuen Abenteuer- Spielkombination mit Rutsche und Sandförderanlage, Aufstellen von zwei Sandbaggern, Aufstellen von ausreichend Sitzmöglichkeiten und die Installation eines Kletternetzturmes.

Bis auf den Kletternetzturm sollen nach Aussage von Georg Tegetmeier alle Baumaßnahmen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die neuen Spielgeräte sollen die vorhanden – Seilbahn, Hügelrutsche, Kletterfelsen und mehr – ergänzen und somit den Spielplatz zu einen der attraktivsten Spielplätze in der Kernstadt machen.

Zusätzlich soll der Familienspielplatz naturnah umgebaut werden, was durch die Pflanzung vieler Büsche und Bäume erreicht werden soll. Dieses Grün soll in den Sommermonaten zusätzlich für ausreichend Schatten sorgen und den Kindern als „Versteck“ dienen. Die Einfassungen und Umrandungen sollen aus Naturstein und robustem Holz erstellt werden.

Deutliche Aufwertung

Zur Sicherheit der dort spielenden Kinder soll zur Straße Bredenweg ein Zaun errichtet werden.

Für die deutliche Aufwertung und Modernisierung des Spielplatzes Bredenweg bis zur Fertigstellung ist eine Investitionssumme von rund 95.000 Euro vorgesehen, wovon 35.000 Euro im Haushaltsplan für das Jahr 2021 veranschlagt wurden, der noch durch den Rat zu genehmigen ist.

Sabrina Averkamp ist begeistert, dass das Projekt so schnell verwirklicht wurde. „Es ist toll, wenn Anregungen von Bürgern in einer Stadt umgesetzt werden können“, lobt sie.

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