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Brakel ist eine von sechs Pilotkommunen bei Regionale-Projekt

City will sich in 3D präsentieren

Brakel

Der Brakeler Stadtkern soll als 3D-Modell im Internet erlebbar gemacht werden. Damit sollen Stadtentwicklung und Stadtmarketing vorangetrieben werden.

Marius Thöne

Brakel ist reich an historischer Bausubstanz. Die Innenstadt soll künftig im Internet auch in 3D zu erleben sein. Foto: Frank Spiegel

Brakel ist eine von sechs Pilotkommunen in Ostwestfalen-Lippe, die sich im Regionale 2022-Projekt „Smart, 3D und historisch“ zusammengetan haben. Neben Brakel sind das Rietberg, Minden, Lemgo, Detmold und Rheda-Wiedenbrück. Die Idee wird in der nächsten Bauausschussitzung in Hembsen ausführlich vorgestellt.

„Das Konzept treibt den Gedanken von 3D-Onlinekartendiensten weiter und ergänzt ihn um inhaltliche Komponenten“, heißt es in der Projektbeschreibung. So soll ein Werkzeug für die Stadtentwicklung und das Stadtmarketing geschaffen werden, das aufzeigen kann, wie baukulturelle Alleinstellungsmerkmale digitalisiert und dokumentiert werden können.

Ein Anwendungsfall sei die Stadtplanung. Als Planungsinstrument sollen beispielsweise Neubauvorhaben zwischen vorhandenen Häusern visualisiert werden können. Auch touristisch könne das 3D-Modell genutzt werden. Fotorealistisch sollen die Baugeschichte, zeitgenössische Architektur und baukulturelles Erbe sichtbar gemacht werden. Denkmalgeschichte werde bei der Modellierung von historischen Ansichten im Sinne einer Zeitreise erlebbar. „Es wird ein neuartiger Zugang zu den Zentren geschaffen“, erklären die Akteure das Ziel. Das Angebot könne sich dabei mit externen Plattformen verbinden und soll Datenimports möglich machen. Die 3D-Modellierung der Brakeler City soll auch dazu beitragen, das baukulturelle und bauhistorische Erbe nach außen sichtbarer zu machen.

In die Erstellung des Modells sollen Bürger und insbesondere Schüler einbezogen werden. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, in speziellen Entwickler-Konferenzen, so genannten Hackathons, die Anwendungsinstrumente kennenzulernen und selbst Gebäude zu modellieren. Das stärke die Identifikation mit der eigenen Stadt, heißt es von Seiten der Regionale 2022.

Das Projekt kann aber erst starten, wenn die Fördermittel zugesagt sind. Denn die Umsetzung wird in allen Kommunen etwa 980.000 Euro kosten. Die Stadt Detmold hat darum im vergangenen September im Namen aller beteiligten Städte einen Förderantrag für Städtebaugelder bei der Bezirksregierung eingereicht. Es hat zwischenzeitlich den Status einen Regionale-Anwärterprojektes (Stufe B) erreicht. Brakels Bauamtsleiter Johannes Groppe schreibt in einer Vorlage für die Mitglieder des Bauausschusses, dass das Projektdossier vom Büro Complan aus Bielefeld noch einmal überarbeitet worden sei, damit der höchste A-Status erreicht werden kann.

Er rechnet mit einer 80-prozentigen Förderung. Für die beteiligten Kommunen bliebe damit noch ein Eigenanteil in Höhe von insgesamt 196.000 Euro. Brakels Anteil beträgt 32.600 Euro, verteilt auf die kommenden drei Jahre.

In Rietberg, wo das Thema politisch bereits diskutiert wurde, waren auch die Folgekosten ein Thema. Dort gingen die Verantwortlichen von gut 6600 Euro pro Jahr und teilnehmender Kommune aus. Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder wollte aber nicht von Mehrkosten sprechen, sondern von „einem Mittel der Prozessoptimierung“.

Die Bauausschuss-Sitzung in Brakel beginnt am Mittwoch, 10. März, um 18 Uhr in der Gemeindehalle Hembsen, Landwehrstraße.

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