1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Brakel
  6. >
  7. Dorfplatz wird neuer Mittelpunkt

  8. >

Spatenstich in Auenhausen – Park- und Buswendeplatz wird umgebaut

Dorfplatz wird neuer Mittelpunkt

Brakel-Auenhausen (WB). 115 Einwohner zählt das Dorf Auenhausen, und eine Hauptstraße, die Dorfstraße, führt mitten durch das Dorf. An dieser Hauptstraße befindet sich eine Bushaltestelle mit Wendemöglichkeit für den Bus. Hier sind auch Parkplätze eingerichtet für die Kameraden des Löschzuges Auenhausen, wenn diese im Einsatz sind. Momentan wird an dieser Stelle ein multifunktionaler Dorfplatz gebaut.

Reinhold Budde

Georg Tegetmeier (Galabau, von links), Bürgermeister Hermann Temme, Dirk Simon (Bezirksausschussvorsitzender), Reinhard Fehr (Einwohner), Tobias Bielefeld (Büro Turk), Anja Multhaupt (Architektin) und Franz-Josef Sentler (Bauamt Stadt Brakel) an der neuen Baustelle Mitte in Auenhausen. Hier entsteht der neue Dorfplatz mit Bushaltestelle und Platz für Autos der Löschgruppe. Foto: Reinhold Budde

„Dieser Platz ist im Laufe der Jahrzehnte etwas unansehnlich geworden“, sagte Reinhard Fehr bei der Vorstellung des neuen Projekts. Er ist ein „Urgestein“ des Dorfes und kennt hier jeden Einwohner. Und die wünschen sich seit längerem, dass dieser Platz in der Dorfmitte umgestaltet wird.

Multifunktionaler Dorfplatz

Dirk Simon, Bezirksausschussvorsitzender für Auenhausen und Frohnhausen, nahm sich der Sache an und sprach mit etlichen Einwohnern der Ortschaft.

Der in die Jahre gekommene Parkplatz mit der Bushaltestelle und Buswendespur sollte ein multifunktionaler Dorfplatz werden, darüber waren sich die Bewohner und Mitglieder der Dorfwerkstatt schnell einig. Mit diesem Anliegen wandte sich Dirk Simon an Bürgermeister Hermann Temme.

„Wir haben 14 Dörfer, die zu Brakel gehören. Und man sollte sich die Wünsche der Bürger anhören, aufgreifen und schauen, was realisierbar ist“, erklärte Hermann Temme auf der Baustelle „Dorfplatz“.

Die Fördergrundsätze des Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW zur „Dorferneuerung 2020“ zielen auf die nachhaltige und langfristige Sicherung und Entwicklung der dörflichen oder ortsteilspezifischen Siedlungsstrukturen als Lebens-, Arbeits-, Erholungs-, Kultur- und Naturräume ab. Es sollen Orte und Gebäude der Begegnung und des sozialen Austausches geschaffen werden, damit bürgerliches und ehrenamtliches Engagement Raum finden.

150.000 Euro Kosten

Mit dem Bau eines multifunktionalen Dorfplatzes in Auenhausen konnte die Stadt Brakel im Ministerium punkten. Die Auftragsstellung erfolgte im September 2019, die Bewilligung der Förderung dann per Zuwendungsbescheid im Juni 2020. Für die Durchführung des Projekts sind 150.000 Euro errechnet worden. 65 Prozent, rund 98.000 Euro, wird vom Ministerium gefördert, die Stadt Brakel zahlt einen Eigenanteil von 52.000 Euro.

Natursteinmauer

Die Oberfläche des alten Parkplatzes wird neu gestaltet. Das Buswartehäuschen bleibt stehen. Der Schulbus kann um diese überdachte Bushaltestelle bequem und sicher herumfahren, um wieder nach Natingen zu fahren. Acht Parkplätze für die Autos der Löschzugkameraden, die im Einsatz sind, werden neu angeordnet. Die ganze Fläche ist nach dem Umbau großzügiger gestaltet und neu bepflanzt. Neu ist auch eine indirekte Beleuchtung und die Schaffung eines Sitzbereiches. „Drei wichtige Aspekte vereint der neue Dorfplatz: Er ist Parkplatz für die Mitglieder der Löschgruppe Auenhausen und Bushaltestelle mit Wendeschleife. Ganz wichtig auch: Der Dorfplatz ist Treffpunkt für alle Bürger. Hier kann man sich in Ruhe treffen, im Sitzen ein Schwätzchen halten und die neuesten Dorfneuigkeiten austauschen“, sagte Dirk Simon.

Dorf bekommt eine Glocke

Ein interessantes Detail am Rande: In dem Dach des Buswartehäuschens wird ein symbolischer Glockenturm mit Glocke eingebaut. Den Hintergrund nennt Reinhard Fehr: „Ein Glockenturm mit funktionierender Glocke war an der alten Schule angebracht. Nachdem diese Schule verkauft wurde, ist irgendwann auch die Dorf-Glocke verschwunden. Niemand weiß, wo sie abgeblieben ist. Seit vielen Jahren sind wir ohne Glocke, und ein Dorf ohne Glocke geht nicht.“ Durch die neue Glocke auf dem Dorfplatz soll auch verdeutlicht werden, dass Auenhausen zur wenige Kilometer entfernten Kirchengemeinde Frohnhausen gehört. „Endlich bekommen wir wieder eine Glocke, auch wenn sie nur symbolhaft angebracht wird und nicht läutet“, freuen sich die Dorfbewohner mit dem Bezirksausschussvorsitzenden Dirk Simon.

Ende November soll der Dorfplatz fertiggestellt sein. „Das schaffen wir, bevor der Winter kommt“, sagte Georg Tegetmeier, dessen Unternehmen die Bauarbeiten ausführt.

Dorfmittelpunkt

Und Bürgermeister Temme freute sich: „Damit hat Auenhausen einen tollen Dorfmittelpunkt mit mehreren Funktionen – klasse.“ Landschaftsarchitektin Anja Multhaupt hat die Planung durchgeführt, das Büro Turk hat die Bauleitung übernommen. „Jetzt bekommt Auenhausen eine repräsentative Fläche“, erklärte Bürgermeister Hermann Temme zum Abschluss der Präsentation.

Startseite