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Marihuanaplantagen in Sommersell und Hembsen

„Drogenboss“ muss vier Jahre in Haft

Brakel/Nieheim

Marihuana-Pflanzen unterm Dach, Bauschutt in der Garage, Baumarktzaun rund ums Grundstück, und dann auch noch Nachbarn, die das Gras wachsen riechen: So wird das nichts mit Cannabis-Plantagen. Das Landgericht Paderborn hat jetzt einen 49-Jährigen als Haupttäter im Falle der beiden Drogenplantagen in Hembsen und Sommersell zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.

Ulrich Pfaff

In diesem Haus in Sommersell wurde die Drogenplantage im vergangenen Jahr entdeckt. Foto: Dennis Pape

Wie berichtet, hatte die Polizei im vergangenen Herbst in den beiden Dörfern zugegriffen, weil sie in Sommersell handfeste Hinweise auf die Aufzucht von Cannabispflanzen hatte – und sich bei der Durchsuchung des Anwesens herausstellte, dass in Hembsen ein weiteres Objekt im Besitz der Familie des 49-jährigen C. (alle Namen geändert) war, das ebenfalls zum Betrieb einer Plantage geeignet war. Nach drei Prozesstagen war für die 8. große Strafkammer klar: Der 49-jährige Iraner mit Wohnsitz in den Niederlanden hatte in den maroden Häusern tatsächlich beide Plantagen aufgebaut und betrieben – so hatte er es auch gestanden. Zwei weitere Angeklagte aus Bad Sassendorf (B., 34, und D., 35) hatten ihm nach Überzeugung der Kammer dazu Beihilfe geleistet – sie waren ursprünglich der Mittäterschaft beschuldigt worden, aber der Vorwurf der Bandentätigkeit ließ sich schon im Anfangsstadium des Prozesses nicht aufrechterhalten.

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