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Marihuana-Plantagen in Sommersell und Hembsen: Prozess gegen Drogenhändler im Landgericht – 570 Cannabispflanzen für 290.000 Euro

Durch Zaun und Geruch aufgefallen

Nieheim-Sommersel...

Es ist das Erfolgsrezept vieler Verbrecher, und eigentlich die wichtigste Lektion überhaupt: Nicht auffallen. Da kann man noch so professionell agieren beim Aufbau und Betrieb von Cannabis-Plantagen – wenn die Nachbarn Lunte, oder besser Marihuana riechen, dann wird’s eng. Und deshalb sitzen jetzt drei Männer in Paderborn auf der Anklagebank. Sie sollen gleich zwei illegale Drogenplantagen betrieben haben – mitten in der dörflichen Idylle von Sommersell und Hembsen.

Ulrich Pfaff

In diesem Haus in Sommersell haben Ermittler Ende 2020 zugegriffen und eine Cannabisplantage vorgefunden. Foto: Harald Iding

Ende Oktober vergangenen Jahres waren beide Plantagen miteinander aufgeflogen. In Sommersell stellte die Polizei etwa 180 Cannabis-Pflanzen sicher mit einem Ertrag von annähernd zehn Kilogramm Marihuana. In Hembsen waren es rund 14,4 Kilogramm Marihuana, die Ermittler gehen von mehr als 570 Pflanzen aus, die dort gezüchtet und abgeerntet worden seien. Fast 290.000 Euro wären die Drogen im Straßenverkauf wert gewesen. In beiden Fällen waren die seit längerem leerstehenden Wohnhäuser von ortsfremden Personen angekauft worden, die später dort – zumindest nach außen sichtbar – Renovierungsarbeiten durchgeführt hätten. Angeklagt als Bande sind C., ein 49 Jahre alter Iraner mit Wohnsitz in Den Haag, sowie zwei Männer aus Bad Sassendorf (34 und 35, B. und D., Namen geändert).

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