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Michaelismarkt erfüllt Erwartungen – Malteser und Oldtimer ziehen Blicke auf sich

Ein Fest zum Staunen und Flanieren

Brakel (WB). Ein Fest zum Flanieren und Schauen, zum Plaudern und Tanzen, zum Zuhören und Mitmachen hatte stellvertretende Bürgermeisterin Ulla Grewe bei der Eröffnung angekündigt. Der Michaelismarkt hat genau alle diese Facetten geboten.

Jürgen Köster

Die Brakeler Malteser präsentieren auch historische Fahrzeuge. In einem Kommandowagen, Baujahr 1964, haben Platz genommen (von links): Tim Reuter, Markus Gödde, Paetrick Vogt, Michael Kollnischko, Michael Reimetz, Benedikt Fligge und Josef Marktwort, vorn Ausbildungsleiterin Annette Gödde. Foto: Jürgen Köster

Schauen und zuhören konnten die Besucher unter anderem bei den Maltesern, die ihr 50-jähriges Bestehen feierten. Sie hatten nicht nur historische Einsatzfahrzeuge und eine eigene Hüpfburg mitgebracht, sondern auch die Ausstellung »Melitensia« aus Paderborn. Franz-Anton Becker von dem 1978 gegründeten Förderverein »Melitensia« führte sachkundig durch die Präsentation in der Alten Waage.

Münzen und Urkunden

Zu sehen waren im Ratssaal unter anderem historische Münzen, Urkunden, Bücher, Stiche im Original und als Kopie und Ordensdokumente aus mehreren Jahrhunderten. Es war ein geringer Teil der insgesamt 1000 Exponate umfassenden Sammlung. »Wer sich dafür interessiert, kann sich gern an uns wenden«, sagte Becker und verwies auf die Homepage des Vereins ( http://melitensia.de) , über die auch Anmeldungen möglich sind.

Live dabei ein konnten die Gäste bei einer äthiopischen Kaffeezeremonie. Maria Sander aus Gehrden, die sich seit vielen Jahren für Menschen in Äthiopien engagiert, zeigte, wie eine solche Zeremonie abläuft und welche Bedeutung die einzelnen Schritte haben. Selbstverständlich durften die Zuschauer auch von dem Kaffee kosten.

Hip-Hop-Gruppen

Viel zu hören gab es von der Bühne auf dem Marktplatz. Hier wurde aber auch reichlich getanzt. Die Tanz- und Hip-Hop-Gruppen des Sportparks, der Jugendfreizeitstätte und die ExeQtive Dancecrew zeigten Ausschnitte ihres Könnens. Michaela und Peter Markus organisierten das Bühnenprogramm auf dem Marktplatz wieder perfekt.

Ebenfalls von reichlich Musik geprägt war die 5. Brakeler Wiesn. Im Festzelt an der Rosenstraße ließ die Band Allgäuwild die Stimmung schnell ansteigen. Festwirt Andreas Clemens, der am Sonntag zur zünftigen Brotzeit mit Musik der »Zwei Schweinfurter« geladen hatte, kredenzte ein bayerisches Bier, »weil das einfach in die Jahreszeit passt.« Auch die Gäste hatten sich hinsichtlich der Kleidung der Oktoberfestzeit angepasst. Die Herren kamen in Lederhosen und karierten Hemden, die Damen im stilechten Dirndl.

Knutschkugel

Vor allen den Sonntagnachmittag nutzen die Besucher, um durch die Stadt zu flanieren, in den Geschäften einzukaufen und die Oldtimer zu bestaunen, die in der Innenstadt zu sehen waren.

Die Brakeler Oldtimerfreunde und ihre Gäste präsentierten ihre mobilen Schätze. Lieblinge – vor allem bei den Damen – waren die Fiat Topolino aus den 1950er Jahren und die so genannte Knutschkugel, eine BMW Isetta.

»Annavision«

Erstmals öffentlich gezeigt wurde auch das Ergebnis des Projektes »Annavision«. Im Keller der Alten Waage lief der Film in Dauerschleife und erhielt zustimmende Kommentare. Einziger Kritikpunkt: Die typische Kneipenszene beim Annentag komme etwas zu kurz. Nichts zu kritisieren hatte Werbering-Chef Markus Härmens: »Die Resonanz am Sonntag war bombastisch. Am Samstag konzentrierte sich der Besucherstrom mehr auf den Marktplatz.«

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