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Bürgermeister Hermann Temme übergibt Drohne an Einsatzkräfte

Fliegender Helfer der Feuerwehr

Brakel (WB). Über eine besondere Neuanschaffung freuen sich die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Brakel. Bürgermeister Hermann Temme konnte den Einsatzkräften eine Drohne im Wert von 3550 Euro für den Einsatzdienst übergeben.

Drohnen-Übergabe vor dem Brakeler Rathaus (von links): Mark Timmermann, Heiner Krug, Sven Schoers, Jan Bastke, Fabian Maxwitat, Bürgermeister Hermann Temme Herr Temme, Fachbereichsleiter „Bürgerservice“ der Stadt Brakel Norbert Loermann, Sven Heinemann und Sören Krelaus Fotos: Feuerwehr Foto:

Das Fluggerät mit dem Namen „DJI Mavic 2 Enterprise Dual“ verfügt unter anderem über eine integrierte Wärmebildkamera, einen bis zu 100 Dezibel lauten Lautsprecher, ein Stroboskoplicht für Nachtflüge und einen LED-Scheinwerfer. Bei optimalen Flugbedingungen erreicht der so genannte Quadrocopter eine Spitzengeschwindigkeit von 70 Stundenkilometer, kann fünf Meter pro Sekunde aufsteigen und fliegt in einem Umkreis von 5000 Metern um den Bediener.

Sinnvolle Investition

Bürgermeister Hermann Temme zeigte sich überzeugt davon, dass die Anschaffung eine sinnvolle und zukunftsorientierte Investition ist: „Wie auch in anderen Bereichen macht die Digitalisierung auch vor der Feuerwehr keinen Halt, im Gegenteil, durch den Einsatz einer solch modernen Technik können Risiken für die Einsatzkräfte minimiert und weitere Schäden verringert werden“, sagte der erste Bürger der Stadt.

Bewährungsprobe bestanden

Bereits vor der offiziellen Übergabe hat das Fluggerät seine Bewährungsprobe bei einem Großbrand in Riesel bestanden. Die Ausbreitung der Rauchgaswolke konnte mit Hilfe der Drohne lokalisiert werden. Aufnahmen der integrierten Wärmebildkamera dienten dem Einsatzleiter als hilfreiche Unterstützung bei der Bewertung der Einsatzstelle.

Große Vorteile

Große Vorteile durch den Einsatz der Drohne erhofft sich der Leiter der Feuerwehr, Sven Heinemann, nicht nur bei zukünftigen Schadenslagen in größeren Objekten, sondern auch bei möglichen Flächen- und Waldbränden. Nicht nur der neu benannte „Brakeler Bürgerwald“ ist durch die Dürre in den vergangenen Jahren Waldbrand gefährdet. Die Bilder der integrierten Wärmebildkamera sollen bei künftigen Wald- und Flächenbränden schnell einen Überblick über die Ausbreitung des Feuers liefern und somit eine schnellere und gezielte Brandbekämpfung ermöglichen.

Personensuche

Auch bei der Suche nach vermissten Personen oder zur Erkundung von weitläufigen unwegsamen Geländeflächen erhofft sich Heinemann künftig Vorteile.

Ausbildung

In den kommenden Wochen wird ein Team um den hauptverantwortlichen Drohnenpilot Brandmeister Daniel Löseke ein Aus- und Fortbildungskonzept für das neue Einsatzmittel erarbeiten um dann zeitnah weitere „Drohnenpiloten“ auszubilden. Neben der Handhabung und Bedienung sind auch zahlreiche rechtliche Vorgaben zu beachten.

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