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Sanierung der St.-Johannes-Baptist-Kirche in Hembsen ist bald abgeschlossen

Goldener Hahn ziert die Dorfmitte

Brakel-Hembsen

Der Putz bröckelte, deutliche Risse zogen sich durch die Außenfassade der St.-Johannes-Baptist-Kirche in der Ortsmitte von Hembsen. Hier musste dringend etwas geschehen.

Reinhold Budde

Bernd Müller von der Baufirma Müller mit dem neuen, goldenen Hahn, links daneben Peter Knobloch (Architekt) mit dem alten, schwarzen Hahn und Pfarrer Willi Koch mit Vertretern des Handwerks und vom Kirchenvorstand. Die Turmspitze hängt bereits am Kran. Foto: Reinhold Budde

Die Renovierungsarbeiten haben vor drei Monaten begonnen (WB-Bericht am 16. November). „Bei einem heftigen Sturm 2017 ist der Turms in Schieflage geraten. Damals wurde er wieder provisorisch gerichtet“, sagte Pfarrer Willi Koch bei einer kürzlichen Ortsbesichtigung.

Nun wurde die Spitze ebenfalls saniert. Als Bonbon erhielt sie einen neuen, vergoldeten Hahn. Der alte, schwarze Hahn aus Metall war zuletzt nicht mehr sonderlich stabil, und so wurde ein neuer gebaut und mit Goldfarbe überzogen. „Ganz am Anfang der zwischen 1828 und 1840 erbauten Kirche zierte die Spitze ebenfalls ein goldenen Hahn. Dafür haben wir uns wieder für diese Lösung entschieden“, sagte Pfarrer Willi Koch, der ebenfalls Vorsitzender des Kirchenvorstands ist.

Pfarrer Koch segnet die neue Spitze

Bevor ein Kran die Spitze auf den Turm hob und damit ihrer Bestimmung übergeben werden konnte, segnete Pfarrer Koch die Spitze mit dem neuen Hahn und auch alten Hahn. Danach betete der Kirchenvorstand zusammen mit Koch und Vertretern der Baufirmen für den Ort und auch für die Kranken.

Bei den Handwerkern bedankte sich der Leiter des Pastoralen Raums Brakeler Land mit einem kleinen Engel. „Der hält Sie fest, wenn Sie dort oben am Arbeiten sind“. sagte Willi Koch, bevor zwei Monteure auf das Dach stiegen.

Mit einem Kran wurde die Spitze auf den Turm gehievt und fest verankert. Danach wurde der goldene Hahn darauf gesetzt. „Jetzt ziert der neue, goldene Hahn wieder die Dorfmitte“, bemerkte Pfarrer Koch.

Fledermäuse und Turmfalken fühlen sich wohl

Was mit dem alten Hahn passiert, ist noch nicht klar. „Wir werden ihn erst einmal einlagern und dann in Ruhe überlegen, was wir mit ihm machen“, sagte Christoph Held, geschäftsführender Vorsitzender des Kirchenvorstands.

Bei der Restaurierung des Daches wurde auch darauf geachtet, dass wieder Fledermausziegel eingebaut wurden, um Lebensraum für die Tiere zu schaffen. Auch an die Turmfalken wurde gedacht, die hier seit Jahren brüten und ihre Jungen großziehen.

Insgesamt rund 350.000 Euro wird die Sanierung kosten, die im Frühjahr abgeschlossen sein soll. Dann sind nicht nur die Außenfassade samt Fenster saniert, sondern auch die Heizung ist von Öl auf Gas umgestellt und der Eingang barrierefrei gestaltet.

Damit soll die Kirche fit gemacht werden für die kommenden Jahrzehnte. Die Kosten werden getragen vom Erzbistum Paderborn, dem Gemeindeverband und dem Kirchenvorstand.

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