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Schützenbruderschaft St. Bartholomäus Istrup feiert rauschendes Fest

Hoher Besuch zum 425. Jubiläum

Brakel (WB). Zum Jubiläum kam der Diözesanbundesmeister höchstpersönlich: Eberhard Banneyer überreichte Oberst Wolf-Dieter Märkel beim Festakt an der Kriegerehrung in Brakel-Istrup die Hochmeisterplakette des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Anlass war das 425-jährige Bestehen der Schützenbruderschaft St. Bartholomäus Istrup von 1593.

Jürgen Köster

Dietmar und Marion Versen mit ihrem Hofstaat mit Jens und Christiane Sander (von links), Sven und Beate Kaltwasser, Thomas und Christiane Fehr, Andreas Kersting und Corinna Pfannkuche. Als Königsbegleiter fungierten Wolfgang Kersting und Frank Flore. Foto: Jürgen Köster

»Als mir der Königsschuss gelungen war, habe ich noch gar nicht daran gedacht, dass wir das 425-jährige Bestehen feiern würden«, sagte Dietmar Versen (54), als er auf das Königsschießen vor einem Jahr zurückblickte. Nun stand der langjährige Vorsitzende der Istruper Musikkapelle an der Spitze des Jubiläumsvereins, als dieser sein 425-jähriges Bestehen feierte. An seiner Seite präsentierte sich seine Frau Marion (55) sowie der Hofstaat mit Jens und Christiane Sander, Sven und Beate Kaltwasser, Thomas und Christiane Fehr und Andreas Kersting und Corinna Pfannkuche. Als Königsbegleiter fungierten Wolfgang Kersting und Frank Flore.

Hunderte Zuschauer verfolgen Zeremonie am Ehrenmal

Nicht nur hunderte Zuschauer verfolgten die Zeremonie am Ehrenmal in Istrup, auch zahlreiche Ehrengäste durfte Oberst Märkel begrüßen. Zusammen mit Diözesanpräses Pfarrer Willi Koch zündete er eine Friedenskerze im Schatten der St. Bartholomäus-Kirche an. Die Festansprache hielt Bürgermeister Hermann Temme. »Gerade die Geste der Kranzniederlegung ist ein schöner Teil der Tradition des Schützenfestes, um den verstorbenen Mitgliedern der Schützenbruderschaft zu gedenken. Das fröhliche Feiern tritt in den Hintergrund und die Kranzniederlegung bietet die Möglichkeit einen Augenblick inne zu halten«, sagte Temme bei der Gedenkminute.

Tradition verbindet in Zeiten raschen Wandels

Er wandte sich besonders an die jüngere Generation, denn es freue ihn sehr, dass viele Jugendliche in der heutigen Schnelllebigkeit und trotz der Urbanisierung noch Zeit fänden, im Heimatdorf am Schützenfest teilzunehmen. Denn genau durch diese aktive Mitgestaltung würden die so wichtigen Traditionen am Besten weitergegeben. Temme: »Die Schützenvereine vermitteln Werte, soziale Kompetenz. Sie zeigen, wie wichtig Mitgestaltung ist und wie viel sie jedem bringt, der sich für andere oder ein wichtiges Anliegen einsetzt. Die Tradition des Schützenfestes verbindet, denn in Zeiten raschen Wandels ist das Vereinsleben ein stabiler Faktor der Gemeinschaft.« Deshalb biete der Verein auch ein Stück Heimat, wo man mit Gleichgesinnten zusammentreffe und dasselbe Ziel verfolge.

»Interkommunale Zusammenarbeit«

Auch Diözesanbundesmeister Eberhard Banneyer aus Essentho hob die Bedeutung der Traditionen hervor, die die Schützenbruderschaften aufrecht hielten. Sie hätten nach wie vor eine wichtige Aufgabe.

Der Festansprache der Überreichung der Urkunde schlossen sich der Parademarsch und der Umzug durch das festliche geschmückte Dorf an, bevor in der Bürgerhalle weiter gefeiert wurde. Oberst Märkel freute sich, dass zum Jubiläum die benachbarte Schützenbruderschaft St. Urbanus Herste eine Delegation entsandt hatte. »Das ist interkommunale Zusammenarbeit«, meinte auch Bürgermeister Hermann Temme, der in der Bürgerhalle zusammen mit der Festgemeinde feierte.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten dort die Musikkapelle Istrup und der Spielmannszug des Ortes. Am Abend zeichneten die Showband Live und die Aataler Musikanten für Unterhaltung verantwortlich. Der Montag stand ganz im Zeichen der Ehrungen verdienter Schützenbrüder. Zudem überbrachte der heimische Landtagsabgeordnete Matthias Goeken als Auszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen die Ehrenplakette.

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