Brakeler Rat stimmt zu – Jens-Uwe Göke will rechtssichere Situation schaffen – für Besucher ändert sich nichts

Hotelbesitzer kauft Schlosspark

Brakel-Gehrden

Die Stadt Brakel verkauft dem Bielefelder Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Jens-Uwe Göke nach dem Schloss auch den dazugehörigen Schlosspark. Das hat der Rat der Stadt beschlossen. Für Außenstehende bleibt alles beim Alten.

Frank Spiegel

Der Schlosspark in Gehrden wird an den Hotelbesitzer Jens-Uwe Göke verkauft.Die Apostellinde im Vordergrund bleibt Eigentum der Stadt Brakel. Foto: Frank Spiegel

„Wenn Gäste bei uns auf der Terrasse sind, lässt es sich nicht vermeiden, dass diese auch den Park nutzen. Und wenn wir eine standesamtliche Trauung haben ist es nicht ideal, wenn nebenan der Rasenmäher läuft“, erklärt Hotelmanagerin Ines Claus Situationen, die Jens-Uwe Göke dazu bewogen haben, der Stadt anzubieten den Park zu kaufen. Er und sie freuen sich, dass die Stadt nichts gegen die Mitnutzung des Geländeseinzuwenden hatte, wollten aber gleichwohl eine rechtssichere Situation schaffen, wenn es zum Beispiel wieder eine Neuauflage des viel gelobten bayerischen Abends geben sollte.

„Das ist ein einzigartiges Ensemble aus Kirche, Schlosshotel und Kindergarten“, lobt Bürgermeister Hermann Temme. Er freut sich, dass künftig eindeutig ist, wer für die Unterhaltung und die Pflege des Areals zuständig ist. Im Vorfeld des Verkaufs habe es vertrauensvolle Gespräche mit Jens-Uwe Göke und Ines Claus gegeben.

So wird die Pflege des Parks vom 1. Januar 2022 an nicht mehr Aufgabe der Stadt sein. Der Verkauf ist wegen einer noch bis 2025 laufenden Zweckbindungsfrist erst in dem Jahr komplett unter Dach und Fach.

Auch der Bezirksausschuss hatte dem Verkauf zugestimmt, erklärt dessen Vorsitzender Markus Gerdes. „Es geht hier nicht darum, dass wir unser Tafelsilber verkaufen. Es wird zusammengeführt, was zusammen gehört“, stellt Hermann Temme klar.

Nicht tangiert von dem Verkauf sind die Apostellinde und der Kindergarten.

Wie Peter Frischemeier, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, ergänzt, sei vertraglich vereinbart, dass das mehr als 4000 Quadratmeter große Gelände weiter wie bisher auch frei zugänglich ist und auch Brauchtumsveranstaltungen wie zum Beispiel der Zapfenstreich anlässlich des Schützenfestes dort stattfinden können.

Eine so genannte Rückauflassungsvormerkung im Vertrag sichert der Stadt zudem das Recht zu, als erste das Gelände zurückkaufen zu können für den Fall, dass es irgendwann zum Verkauf stehen solle.

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