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Trotz Wintereinbruchs: Familie und Freunde suchen weiter nach dem Vermissten Ulrich R. (39) aus Löwendorf

„Jetzt muss der Kollege Zufall helfen“

Kreis Höxter/Löwe...

Die Suche nach dem Vermissten Ulrich R. ist auch am Wochenende fortgesetzt worden – bis zum späten Nachmittag allerdings ohne Erfolg.

Harald Iding

Die Eltern des Vermissten haben sich am Sonntag mit dem Trecker auf die Suche begeben. Foto: Privat

Der Landwirt Ulrich R. aus Löwendorf wird seit Mittwoch vermisst. Am Donnerstag hatten bereits Feuerwehr, Polizisten und Hundestaffeln nach dem Vermissten gesucht. Am Freitag war ein weiteres Mal ein Helikopter der Polizei im Einsatz. Die Familie ist auch ob des Wintereinbruchs sehr beunruhigt.

Ulrich R. ist etwa 1,85 Meter groß, 95 bis 100 Kilo schwer, hat dunkle lockige Haare und einen Bart. Er trägt schwarze Arbeitskleidung und eine schwarze Mütze. Anscheinend ist er fußläufig im Umland unterwegs und hat kein Handy dabei. „Wir haben schon alle möglichen Stellen abgesucht“, so der Bruder des Vermissten. Neue Hinweise könne man weiterhin an die Polizei unter 05271/9620 weitergeben.

Christian R. betonte am Sonntagmittag im Gespräch mit dieser Zeitung, dass die Familie in den vergangenen Tagen so gut wie gar nicht in den Schlaf gefunden habe: „Wir sind bis zu 20 Stunden unterwegs. Unser größter Wunsch ist es doch, dass wir Ulrich wieder in die Arme schließen können.“

Von allen Seiten erfahre die Familie Unterstützung. „Das ist schon enorm, wie sich die Leute einsetzen bei der Suche.“ Wegen der schwierigen Wetterverhältnisse und damit sich nicht noch selbst freiwillige Helfer in Gefahr begeben, sei die allgemeine Suche vorerst ausgesetzt worden. Christian R.: „Wir von der Familie sind natürlich noch unterwegs. Zudem haben Jäger mit entsprechenden Wärmebildkameras die Gegend kontrolliert.“

In schweren Geländewagen seien zudem erfahrene Helfer in den Wäldern unterwegs gewesen. Auch Bauern hätten sich mit Treckern auf die Suche nach dem Vermissten begeben – so wie die Eltern des jungen Landwirtes. „Wir wollen in der Fläche Präsenz zeigen, falls einem etwas auffällt oder man Hinweise bekommt“, so der Bruder. Die großflächige Suche – wie in den Vortagen – sei aber bei diesem harten Wintereinbruch aktuell einfach nicht möglich. „Wir müssen nun abwarten, was passiert und ob noch weitere Zeugenhinweise eintreffen. Die Polizei steht uns professionell zur Seite. Derzeit sind wohl viele Streifenwagen unterwegs.“ Je schneller Zeugenhinweise eintreffen würden, um so höher sei die Erfolgsquote, den Vermissten zu finden. Landwirte, Biogasbetreiber und Jäger – sie alle seien informiert. Christian R. hofft: „Jetzt muss der Kollege Zufall helfen.“

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