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Nordwestdeutsche Philharmonie konzertiert in der Stadthalle Brakel

Mary Poppins trifft Prinzessin Leia

Brakel (WB). Als Romanfiguren wären sich Mary Poppins aus dem gleichnamigen Musical und Prinzessin Leia aus der Star-Wars Reihe vermutlich niemals begegnet. In der Stadthalle Brakel am Donnerstag, 9. Januar, von 20 Uhr an werden sie aber beide präsent sein. Und sie sind nicht die einzigen Damen, denen die Nordwestdeutsche Philharmonie (NWD) Leben einhaucht. Schließlich steht das inzwischen 16. Neujahrskonzert unter dem Titel „Crazy Girl“.

Frank Spiegel

Die Nordwestdeutsche Philharmonie bietet das bereits 16. Neujahrskonzert in Brakel dar – dieses Mal unter dem Titel „Crazy Girl“. Foto: NWD

Ein echter Glücksfall

„Die Nordwestdeutsche Philharmonie ist ein Glücksfall für die Region und die Stadt Brakel“, unterstrich Bürgermeister Hermann Temme bei der Vorstellung des Programms seine Wertschätzung für das Orchester und seine Freude, dass dieses seit vielen Jahren regelmäßig in der Nethestadt konzertiert. „Regierungspräsidentin Judith Pirscher hat bei ihrer Amtseinführung gesagt, wir müssten alles daran setzen, Vorreiter zu sein und auch zu bleiben“, erklärte das Stadtoberhaupt. Hier spielten auch Musik und Kultur als weiche Standortfaktoren eine große Rolle auch für Brakel. Sein Dank galt daher in diesem Zusammenhang auch dem Kulturring Brakel „mit seinen zahlreichen rührigen Mitgliedern“.

Ermöglicht wird das Konzert in diesem Jahr auch durch die finanzielle Unterstützung von Westfalen-Weser und erstmals auch durch die Schlossbrauerei Rheder. Dank ihres Engagements wird es vor dem Konzert wieder einen Sektempfang geben, bei dem in diesen Fall aber auch Bier ausgeschenkt wird.

„Wenn wir bei einem so tollen Ereignis dabei sein können, dann soll es an ein paar Fässern Bier nicht liegen“, sagte Günter Haas, Brauerei-Geschäftsführer Vertrieb und Marketing.

Vorfreude gibt es aber auch bei der Nordwestdeutschen Philharmonie selbst. „Wir sind gerne hier“, bekannte Orchestergeschäftsführer Christian Becker. Das vor 16 Jahren auf die Brakeler Kulturwelt geholte Baby habe sich ordentlich gemausert und könne sich durchaus sehen lassen. „Das hier ist ein guter Standort und ein gutes Format“, sagte er.

Wie Christian Becker ausführte, wird als Solistin des Abends die Sopranistin Leonor Amaral auftreten. „Sie ist wirklich ein Crazy Girl“, spielte er auf den Titel des Abends an und ergänzte: „Wenn sie auf der Bühne steht, geht es richtig ab.“

Aus Lissabon nach Brakel

Leonor Amaral wurde in Lissabon geboren. Sie studierte zunächst Management in Lissabon und an der Wirtschaftsuniversität Wien sowie Gesang am Konservatorium für Musik Lissabon. Ihr Gesangsstudium vertiefte sie an der Musikhochschule in Köln und bis zum Konzertexamen an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Ihr Masterstudium absolvierte sie an der Musikhochschule Lübeck. Schon während des Studiums sang sie bereits prominente Partien. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist Leonor Amaral Mitglied im Ensemble des Theaters Erfurt.

Großer Dirigent

Dirigent Markus Huber wurde 1968 in München geboren. Als Solist des Tölzer Knabenchores arbeitete er schon in früher Jugend mit Musikerpersönlichkeiten wie Herbert von Karajan, James Levine, Wolfgang Sawallisch, Nicolaus Harnoncourt und Dennis Russel Davies. Sein Musikstudium absolvierte er an den Hochschulen in München und Wien, wo unter anderem Leopold Hager (Dirigieren) und Karl-Hermann Mrongovius (Klavier) zu seinen Lehrern gehörten. Seine Dirigentenkarriere begann Markus Huber 1996 als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung am Landestheater Detmold. Christian Becker ist überzeugt, dass die Solistin und der auch für seine kurzweilige Moderation bekannte Dirigent miteinander harmonieren.

Karten zum Preis von 33 Euro gibt es beim WESTFALEN-BLATT Service-Punkt, TUI Reisecenter, Am Markt 3, Telefon: 05272/379120 An der Abendkasse am 9. Januar sind ermäßigte Karten für Schüler, Studenten und Menschen mit Schwerbehinderung gegen Vorlage des Ausweises für 20 Euro erhältlich.

Das Programm

Aus „Maske in Blau“ von Fred Raymond Ouvertüre, „Ja, das Temperament“.

Maskenball-Quadrille op. 272 von Johann Strauss.

Aus „Ein Maskenball“ von Verdi „Saper vorreste“.

„Plappermäulchen – Polka schnell op. 245“ von Josef Strauß.

Musical Medley von Richard M. und Robert B. Sherman mit „I could have danced all night“ aus „My fair Lady“, „Chim Chim Cheree“ und „Supercalifragelisticaus“ aus „Mary Poppins“.

Aus „Girl Crazy“ von George Gershwin „I Got Rhythm“.

Aus „Babes in Toyland“ von

Victor Herbert „March“.

Aus „Cabaret“ von John Kander und Fred Ebb „Life is a Cabaret“.

„Tango Jalousie“ von Jacob Gade.

„The girl in 14g“ von Jeanine Tesor und Dick Scanlan.

Aus „Star Wars“ von John Williams „Princess Leia’s Theme“ und „Imperial March“.

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