1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Brakel
  6. >
  7. Schüler erhalten Blick aus dem Weltall

  8. >

Klimaexpedition an drei Schulen im Kreis Höxter

Schüler erhalten Blick aus dem Weltall

Kreis Höxter (WB). Der Kreis Höxter hat für Schülerinnen und Schüler den Blick auf die Erde vom Weltall ins Klassenzimmer geholt. Beim Projekt Klimaexpedition wurden an drei Schulen im Kreis anhand des Vergleichs von live gezeigten Satellitenbildern mit früheren Aufnahmen die Themen Klimawandel, Energiewende, Ressourcenabbau und Ernährungssicherung erarbeitet.

Auf Klimaexpedition: Der EF-Erdkunde-Kurs der Gesamtschule Brakel mit (von links) Dietmar Hillebrand (BeSte Stadtwerke), Johannes Groppe (Stadt Brakel) und Martina Krog (Kreis Höxter) sowie vor der Satelliten-Schüssel Michael Geisler (Geoscopia Umweltbildung), rechts Fachlehrerin Ruth Symann und stellvertretender Schulleiter Michael Auffenberg. Das Foto entstand vor dem Corona-Lockdown. Foto:

„Die Klimaexpedition klärt Begriffe wie Wetter und Klima und bringt Wetterextreme bei uns wie die beiden vergangenen trockenen Sommer, Starkregenereignisse und Stürme in den Zusammenhang mit der globalen Erwärmung“, erklärt Martina Krog, Klimaschutzbeauftragte beim Kreis Höxter, die erneut die gefragten Umweltexperten in den Kreis Höxter geholt hat. „Weitere Inhalte sind der Einfluss des Menschen auf den Klimawandel sowie die Herausforderungen, denen sich die Erdbewohner rund um den Globus durch die Erderwärmung stellen müssen.“

Schmelzende Gletscher

Wie hat sich das Klima in den vergangenen Jahrzehnten verändert? Dieser Frage sind mit großem Interesse Schülerinnen und Schüler der Realschule der Schulen der Brede in Brakel, des Gymnasiums Marianum in Warburg und der Gesamtschule Brakel im Projekt Klimaexpedition nachgegangen. Kurz vor dem Schließen der Schulen wegen der Corona-Krise betrachteten sie auf Echtzeit-Satellitenbildern schmelzende Gletscher, gerodete Regenwälder und Wirbelstürme. Gemeinsam mit dem Umweltpädagogen und Astronomen Michael Geisler untersuchten sie die weltweiten Folgen des Klimawandels.

Auch die Fragen, was jeder Einzelne gegen die Erderwärmung tun kann und die Politik tun sollte, diskutierten die Schülerinnen und Schüler. Beim Klimaschutz würden viele kleine Schritte einen großen ergeben. Auch bräuchte im Winter die Heizung nicht voll aufgedreht zu werden, nur damit man im T-Shirt im Wohnzimmer sitzen kann, riet Geisler den Jugendlichen. Die Rolle der Industrienationen wie Deutschland wurde auch diskutiert: „Wir sind so wenige, was bringt es, wenn wir uns hier ändern“, war ein Ansatzpunkt in der diskussionsreichen Stunde mit dem Erdkunde-Kursus der EF der Gesamtschule Brakel.

Große abgetaute Flächen

Besonders beeindruckt zeigten diese sich von den Satellitenbildern. „Ich fand es erschreckend zu sehen, wie groß dieses Jahr die abgetauten Flächen in Nord- und Südpolnähe sind“, sagte eine Schülerin der EF. Aber auch Themen wie Klimagerechtigkeit, Klimapolitik sowie globale Ernährungs- und Energiefragen waren Stationen der Klimaexpedition, die von den Umweltorganisationen Germanwatch und Geoscopia-Umweltbildung entwickelt wurde und von der Energieagentur NRW finanziell unterstützt wird. Als lokaler Sponsor unterstützen die BeSte Stadtwerke jede Expeditionsveranstaltung gern. Als Energieversorger aus der Region sei es besonders wichtig, einen Teil zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit beizutragen und dieses Thema weiter voranzutreiben. Mit den Expeditonen in den Klassen und Kursen würden die Schülerinnen und Schüler auf das Thema aufmerksam gemacht und zum Diskutieren und Handeln motiviert, meint Dietmar Hillebrand, Vertreter der BeSte Stadtwerke.

Startseite