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Welch ein Erlebnis bei Generalaudienz in Rom: Kinder durften Franziskus ganz nah sein

Und plötzlich saßen sie im Papamobil

Brakel/Rom (WB). Einmal dem Papst die Hand zu geben, das hatte sich Lotte Stork aus Lüchtringen vor der Romfahrt der Schulen der Brede fest vorgenommen. Was aus diesem Wunsch tatsächlich werden sollte, hätte die Grundschülerin, deren Schwester Sophie die 7a besucht, wohl niemals zu träumen gewagt.

Kai Hasenbein und Frank Spiegel

Thea Willeke durfte direkt hinter dem Papst sitzen, hinter ihr haben Theo Mikus und Lotte Stork Platz genommen. Auf der anderen Seite des Wagens sitzen Henrike Winkler und Hugo Micus. Am Wegesrand winken auch Lehrer der Brede dem Papst zu. Foto zur Verfügung gestellt von Höffmann Schulreisen Foto:

Gemeinsam mit Thea Willeke aus Albaxen und Henrike Winkler aus Lüchtringen aus der 6Rb sowie Theo und Hugo Micus, Brüder von Ida Micus aus der 6Ra, aus Brakel durfte sie unmittelbar vor der Generalaudienz zu Papst Franziskus ins Papamobil steigen und ihn auf dem Weg durch Abertausende jubelnde Gläubige auf dem Petersplatz begleiten. Dem Oberhaupt über 1,3 Milliarden Katholiken so nah zu sein: Das werden die Fünf sicherlich niemals vergessen.

Fröhlicher Papst

»Das war ein tolles Erlebnis da mitfahren zu dürfen«, erinnert sich Henrike Winkler gern an diesen Augenblick zurück. Der Papst sei freundlich und fröhlich gewesen. »Fröhlicher als ich gedacht habe«, berichtet die Lüchtringerin. Die war zusammen mit ihrem Bruder Johann und ihrer Mutter Indra Wanke nach Rom gefahren.

»Wir standen an sich etwas weiter hinten«, berichtete diese. Sie habe die Kinder dann ermuntert, weiter nach vorn zu gehen. Dass die Sicherheitsleute nun Henrike und nicht auch ihn zur Mitfahrt ausgewählt haben, hat ihren Bruder schon geärgert. Aber es gibt viele Bilder, die auch ihn mit dem Papst zeigen, die trösten ihn darüber hinweg.

»Der Zufall wollte es so, dass wir zur richtigen Zeit am richtigen Platz standen«, erklärte stellvertretende Schulleiterin Bärbel Lüttig. Der Papst habe sich spontan dazu entschieden, Kinder mitfahren zu lassen. Der Sicherheitsdienst habe diese dann ausgewählt.

Überwältigt auch von den anderen Eindrücken in der ewigen Stadt sind 900 Bredenpilger nach einer Woche Aufenthalt jetzt aus Rom zurückgekehrt. »Sowohl auf unserem Campingplatz als auch bei den Aktivitäten in Rom war unglaublich viel positive Energie und Begeisterung zu spüren. Eine bewegende Reise«, freute sich Schulleiter Matthias Koch nach seiner Ankunft in Brakel.

Energie und Begeisterung

Die große Bredengemeinde – bestehend aus Schülern, Lehrern, vielen Eltern sowie Ehemaligen und Freunden der Bündelschule – verlebte in der italienischen Hauptstadt etliche Gänsehautmomente: So durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beispielsweise eine eigens organisierte deutschsprachige Messe im Petersdom mitfeiern. Zudem hat ein umfangreiches Ausflugsprogramm zu allen Sehenswürdigkeiten Roms, aber auch nach Assisi oder Pompeji intensive Eindrücke hinterlassen.

Schülersprecher Jonas Hostmann aus der 10R: »Die Romfahrt gehört zum Besten, was ich an der Brede erleben durfte. Neben der unglaublichen Architektur in Rom war die Stimmung auf dem Campingplatz mein persönliches Highlight.«

Bredenfeeling

Nicole Gaentzsch, die 1994 an der Brede ihr Abitur abgelegt und schon den Kindergarten der Brede besucht hat, gehörte zu den mitreisenden Ehemaligen und schwärmte nach ihrer Rückkehr aus Rom: »Diese alte, tiefe Verbundenheit mit der Brede, die verschwindet auch nach 25 Jahren nicht: Das Bredenfeeling war sofort wieder da!«

Und Sandra Mikus, ehemalige Schülerin der Brede aus Gehrden, ergänzte: »Man war sofort wieder Teil einer großartigen Gemeinschaft.«

Anders als 2012, als die gesamte Schüler- und Lehrerschaft mit einigen Eltern und Gästen während der Schulzeit nach Rom gefahren ist, wurde die Reise diesmal in die Herbstferien verlegt und auf freiwilliger Basis durchgeführt. Die Aufsichtspflicht lag in den Händen der Firma Höffmann Schulreisen aus Vechta. Schulleiter Matthias Koch: »Die äußere Organisation war dort in den besten Händen: Alles hat sehr gut funktioniert.«

Reise in Ferien verlegt

Eingeladen waren diesmal auch alle Eltern, Ehemaligen sowie Personen, die sich der Schule verbunden fühlen. Dass sich insgesamt fast 900 Interessenten anmelden würden – mit diesem großen Erfolg hatte niemand gerechnet. Somit wurde der schon im Jahr 2012 angedachte Turnus, dass jede Bredenschülerin und jeder Bredenschüler einmal während der Schullaufbahn die Gelegenheit erhalten sollten, an einer Romfahrt der Schule teilzunehmen, in diesem Jahr erstmals erfüllt. Und es wundert die Schulleitung nicht, dass viele der Eltern und Gäste schon während der Rückfahrt bekundeten: »Beim nächsten Mal sind wir auf jeden Fall wieder dabei.«

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